BWL-Handwerk
Der Studiengang BWL-Handwerk vermittelt betriebswirtschaftliche Kompetenzen für die erfolgreiche Führung und Weiterentwicklung von Handwerksunternehmen.
Studierende lernen, wie Handwerksbetriebe gesteuert, Veränderungen gestaltet und Unternehmensnachfolgen vorbereitet werden. Die Verbindung von betriebswirtschaftlichem Know-how, branchenspezifischem Fachwissen und Praxiserfahrung eröffnet vielfältige Perspektiven für Führungsaufgaben, die Unternehmensentwicklung oder die Übernahme eines Betriebs oder Existenzgründung.
Überblick
Das zentrale Merkmal der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ist ihr einzigartiges duales Studienkonzept mit dem dreimonatigen Wechsel von Theorie- und Praxisphasen:
- Monatliche Vergütung während des gesamten Studiums
- Kleine Kurse von ca. 30 Studierenden
- Wissensvermittlung durch Professor*innen sowie besonders qualifizierte Lehrbeauftragte aus der Praxis
- National und international anerkannte Studiengänge mit 210 Leistungspunkten (Intensivstudiengang)
- Masterstudium im In- oder Ausland kann angeschlossen werden
Über den Studiengang
Der dreijährige duale Studiengang BWL-Handwerk verbindet betriebswirtschaftliche Grundlagen mit den besonderen Anforderungen von Handwerksunternehmen. In den Theoriephasen beschäftigen sich die Studierenden mit Unternehmensführung, Unternehmenssteuerung, Rechnungswesen, Personalmanagement und Recht. Ergänzend werden handwerksspezifische Themen wie Wertschöpfungsprozesse, Kundenorientierung, Risikomanagement und die wirtschaftliche Entwicklung von Handwerksbetrieben behandelt.
In den Praxisphasen erhalten Studierende Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Wirtschaftszweigs Handwerk bei ihrem Dualen Partner. Dabei wenden sie ihr Wissen beispielsweise in den Bereichen Einkauf, Marketing, Vertrieb, Projektmanagement, Unternehmenssteuerung, Personalmanagement oder Betriebsorganisation an und arbeiten an realen betrieblichen Fragestellungen mit.
Im weiteren Studienverlauf stehen die strategische Weiterentwicklung von Handwerksunternehmen, Digitalisierung, Unternehmensnachfolge, Unternehmertum sowie die erfolgreiche Gestaltung von Veränderungs- und Wachstumsprozessen im Mittelpunkt.
Zu wem passt dieses Studium?
- Interesse an betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und der Führung von Handwerksunternehmen
- Interesse an handwerklichen Branchen und mittelständischen Unternehmensstrukturen
- Analytisches Denken bei wirtschaftlichen Entscheidungen und Unternehmensentwicklungen
- Interesse an Unternehmertum, Existenzgründung und Unternehmensnachfolge
- Freude an der Gestaltung von Prozessen, Projekten und Veränderungsvorhaben
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Mitarbeitenden, Kund*innen und Unternehmensressourcen
- Eigeninitiative und Belastbarkeit im Rahmen des dualen Studiums
Berufliche Perspektiven
Der Abschluss qualifiziert für vielfältige berufliche Perspektiven in Handwerksbetrieben, handwerksnahen Organisationen, Verbänden sowie weiteren mittelständischen Unternehmen. Absolvent*innen übernehmen Aufgaben als Fachkräfte oder als Führungskräfte, Betriebsnachfolger*in oder Existenzgründer*in u. a. in:
- Unternehmenssteuerung und Controlling
- Unternehmensnachfolge und Betriebsentwicklung
- Projekt- und Prozessmanagement
- Personalmanagement und Organisationsentwicklung
- Vertriebs-, Marketing- und Kundenmanagement
- Risiko- und Krisenmanagement
- Digitalisierung und Transformationsmanagement im Handwerk
Meisterqualifikation
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums besteht für Absolvent*innen mit abgeschlossener handwerklicher Berufsausbildung grundsätzlich die Möglichkeit, die Meisterprüfung abzulegen. Für einzelne Teile der Meisterprüfung können dabei unter den jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen Anrechnungsmöglichkeiten bestehen. Informationen hierzu erteilen die zuständigen Handwerkskammern.
Die Ausbildereignungsprüfung wird bereits im Rahmen des Studiums durch eine schriftliche und praktische Abschlussprüfung abgelegt und deckt Teil IV der Meisterprüfung ab. Dadurch verbindet der Studiengang betriebswirtschaftliche Hochschulbildung mit den etablierten Qualifikationswegen des Handwerks und eröffnet zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für Fach- und Führungskräfte, die Unternehmensnachfolge sowie die Selbstständigkeit im Handwerk.
Die DHBW bietet berufsintegrierte, weiterbildende Masterstudiengänge an, die praxisnah und flexibel gestaltet sind und den Studierenden ermöglichen, Studium und Beruf optimal zu verbinden.
Studieninhalte
- Betriebswirtschaftslehre
- Volkswirtschaftslehre
- Digitalisierung und Nachhaltigkeit
- Personal, Organisation und Unternehmensführung
- Rechnungswesen
- Recht
- Wirtschaftsmathematik und Statistik
- Wissenschaftliches Arbeiten
- Wertschöpfungsprozesse im Handwerk
- Unternehmenssteuerung und Unternehmensanalyse
- Management betrieblicher Risiken
- Unternehmertum und Unternehmensnachfolgeplanung
- Transformation und Megatrends im Handwerk
- Spezielle Rechtsfragen im Handwerk
Wahlmodule
- Dienstleistungsmanagement
- Personalmanagement
- Sales
- Internationales Management
- Bau/Ausbau
- Food
- Automotive
Details zum Studium
Der Studienverlauf stellt kursübergreifend die zeitliche Aufteilung in Theorie- und Praxisphasen für die einzelnen Jahrgänge dar. Außerdem enthält er wichtige Termine, die schon vor Beginn des Studiums feststehen.
Modulhandbuch
Ein Modulhandbuch ist eine Übersicht der verschiedenen Module, die in einem Studiengang belegt werden müssen. Es beinhaltet alle wichtigen Erklärungen zu den Anforderungen und den Arten der Prüfungen und kann als eine Art Studienleitfaden angesehen werden, der zur Orientierung dient.
Rahmenstudienplan
So läuft das Studium ab: Der Rahmenstudienplan gibt einen Überblick darüber, welche Module in welchem Semester belegt werden, welche Dauer sie haben, wie viele Lehrveranstaltungsstunden einzuplanen sind und wie viele ECTS-Punkte für ein Modul vergeben werden.
Weitere Dokumente
Studienvorbereitung Mathematik
Die Fakultät Wirtschaft empfiehlt allen Studienanfänger*innen vor Beginn des Studiums, unabhängig von der erreichten Abiturnote, die Teilnahme an einem Vorkurs Mathematik.
Im Studierendenportal finden Sie alle wichtigen Informationen und Services rund um das Studium – von der Organisation bis zum Studienbetrieb.
Weg ins Studium
Handwerkliche Ausbildung
Je nach Schulabschluss gelten unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen für ein duales Studium an der DHBW. Die Bewerbung erfolgt direkt bei den Dualen Partnern.
Eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung ist für den Studiengang BWL-Handwerk nicht erforderlich. Studieninteressierten ohne Lehre wird jedoch empfohlen, während der Praxisphasen praktische Einblicke in handwerkliche Tätigkeiten zu erwerben, beispielsweise durch ein handwerkliches Praktikum beim Dualen Partner über mindestens zwei Praxisphasen hinweg. In begründeten Einzelfällen kann eine Berufsausbildung während der Praxisphasen des Studiums geprüft werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine gewerbliche Ausbildung nach dem Studium zu absolvieren.
Studienplatz finden
Die Bewerbung erfolgt direkt bei den Dualen Partnern. Die Liste „Duale Partner“ umfasst Unternehmen, die aktuell einen Studienplatz im Studiengang BWL-Handwerk anbieten.
Die Bewerbungszeiträume variieren je nach Unternehmen: Während einige Duale Partner frühzeitig (ca. 12 bis 15 Monate) mit dem Auswahlverfahren beginnen, schreiben andere ihre Studienplätze auch kurzfristig aus. Ein regelmäßiger Blick auf aktuelle Ausschreibungen ist daher empfehlenswert.
Team & Kontakt
Prof. Dr. Michael Knittel
Studiengangsleiter BWL-Handwerk
Theodor-Heuss-Straße 2
Raum: 123
70174
Stuttgart
Tel.:
0711/1849-629
Fax: 0711/1849-511
michael.knittel@dhbw-stuttgart.de
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