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Familiengerechte Hochschule

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart hat am 24. Mai 2012 das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ der berufundfamilie gGmbH erhalten. Die Auszeichnung wird als Qualitätssiegel an Hochschulen vergeben, die eine nachhaltige, familienbewusste Personalpolitik betreiben wollen.

Audit Familiengerechte Hochschule

In den vergangenen Jahren hat sich das Zertifikat „audit berufundfamilie“ bzw. „audit familiengerechte hochschule“ zum anerkannten Qualitätssiegel familienbewusster Personalpolitik entwickelt. Empfohlen von den führenden deutschen Wirtschaftsverbänden BDA, BDI, DIHK und ZDH steht das „audit berufundfamilie“ außerdem unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin und des Bundeswirtschaftsministers.

Die Auditierung ist ein strategisches Instrument, um die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie zu verbessern und langfristig eine familienfreundliche Hochschulkultur zu verankern. Über die traditionelle Kernfamilie hinaus richten sich vorhandene und zu entwickelnde Angebote gleichsam an vielfältige Familienmodelle und beziehen auch die Betreuung der älteren Generation mit ein.

Der Erhalt des Zertifikats ist aber erst der Anfang und noch nicht das Ziel. Denn das „audit familiengerechte hochschule“ ist ein kontinuierlicher Prozess. Der erste Schritt der Auditierung ist in der Regel nach drei Monaten abgeschlossen. An deren Ende steht die Vergabe eines Zertifikats. In dieser Anfangsphase werden konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeitet, deren praktische Umsetzung die berufundfamilie gGmbH jährlich an Hand eines Berichts verfolgt. Drei Jahre nach Erteilung des Zertifikats wird bei einer Re-Auditierung überprüft, inwieweit die gesteckten Ziele erreicht worden sind und welche weiterführenden Ziele zu vereinbaren sind. Nur im Falle einer erfolgreichen Re-Auditierung erhalten die Hochschulen die Bestätigung ihres Zertifikats und dürfen das Qualitätssiegel des audit führen - bis zur nächsten Überprüfung nach weiteren drei Jahren.

Studieren mit Kind - Informationen zu den häufigsten Fragen

Schwangerschaft, Geburt und Erziehung eines Kindes während des Studiums bringen eine Fülle von neuen Herausforderungen mit sich: Schaffen wir das? Kann ich mein Studium fortsetzen? Und was ist mit den Prüfungen? Was muss ich tun?

  • Informieren Sie Ihr Ausbildungsunternehmen bzw. -einrichtung über Ihre Schwangerschaft, damit Kündigungsverbot und Schutzfristen greifen können.
  • Suchen Sie das Gespräch mit der Studiengangsleitung, um den weiteren Studienverlauf zu planen und alle Möglichkeiten der flexiblen Gestaltung (beispielsweise bei den Prüfungsleistungen) auszuschöpfen.
  • Informieren Sie sich über die Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung.
  • Meiden sie gefährliche Stoffe und Geräte sowie stark belastende Arbeit und achten Sie auf Ihre Gesundheit und die Ihres Kindes.
  • Auch Väter sind schwanger! Informieren Sie sich gemeinsam, welche Unterstützung es für Väter gibt (bspw. Elterngeld).

Während der Schwangerschaft gelten besondere Bestimmungen hinsichtlich des Gesundheitsschutzes. Achten auch Sie darauf – besonders bei Tätigkeiten in Laboren – und meiden Sie den Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen sowie schwere körperlicher Belastung. Sollten Sie Ihr Kind nach dem Wiedereinstieg zu den Lehrveranstaltungen mitbringen können, achten Sie ebenfalls darauf, dass Ihnen für die Stillzeiten entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden (§ 7 MuSchG).

Die Mutterschutzfrist beginnt in der Regel sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Erfolgt die Geburt vor dem errechneten Termin wird der Zeitraum im Anschluss an die Mutterschutzzeit nach der Geburt hinzugerechnet. In der 14-wöchigen Mutterschutzfrist dürfen Sie nicht arbeiten (Beschäftigungsverbot). Eine Ausnahme bilden die sechs Wochen vor der Geburt, in denen auf Ihren ausdrücklichen Wunsch eine Beschäftigung möglich ist.

Es besteht für Sie in der gesamten Zeit der Schwangerschaft und der Elternzeit ein Kündigungsverbot.

Um die Mutterschutzfristen einhalten zu können, müssen Sie einen Antrag auf Beurlaubung stellen. Das gilt auch für die Elternzeit und ebenso, wenn Sie im Anschluss an den Bezug von Elterngeld beabsichtigen, die Elternzeit auszuschöpfen. Für diese weitere Beurlaubung sollten Sie sich unbedingt um die finanzielle Absicherung kümmern.

Sie haben einen Anspruch auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes. Davon können Sie bis max. 24 Monate aufsparen, um diese bis zur Vollendung des achten Lebensjahres zu nehmen. Auch Väter haben diesen Anspruch. Den Antrag auf Elternzeit müssen Sie bis spätestens sieben Wochen vor dem Beginn der Elternzeit beim Arbeitgeber stellen. Im Anschluss an die Beantragung beim Arbeitgeber sollten Sie auch an der DHBW frühzeitig einen Antrag auf Beurlaubung stellen.

Bevor Sie wieder voll in das Studium einsteigen, empfiehlt es sich, ein Gespräch mit der Studiengangsleitung zu suchen. Auch wenn der Rahmen für eine Kinderbetreuung gesichert ist, stellt ein Kind oft Anforderungen, auf die man während des Studiums flexibel reagieren können muss. Wenn Sie während der Beurlaubung Leistungen erbracht haben, kann hier auch überlegt werden, ob der Studienverlauf dahingehend entzerrt werden kann, dass Sie sowohl dem Kind als auch dem restlichen Studium gerecht werden können.

Die besondere Lernsituation an der DHBW, dass Lern- und Praxisort nicht identisch sind, ist den meisten externen Beratungsstellen nicht vertraut. Bei Problemen jenseits des Studienverlaufs und der Anerkennung kann hier ein Gespräch bei den Beratungsstellen an der DHBW Stuttgart weiterhelfen.

Lehrveranstaltungen besuchen wie auch Prüfungen ablegen (§ 3 (3) BaImmaS). Auch nach Mutterschutz und Elternzeit sind Sie als Studierende mit Familienpflichten berechtigt, bei Nachweis Prüfungen nach Ablauf der Prüfungsfristen abzulegen (StuPrO § 14 (2).

Bei Krankheit des Kindes gibt es für Eltern eine entsprechende Krankschreibung beim Kinderarzt, bzw. Hausarzt: Diese sollte auch bei der Verlängerung von Fristen vorgelegt werden.

Die DHBW Stuttgart bietet keine eigenen Betreuungsplätze an, da die Standorte über das gesamte Stadtgebiet verstreut sind. Um Betreuungsplätze in Stuttgart müssen Sie sich schon frühzeitig kümmern. Bei der Stadt Stuttgart gibt es eine zentrale Vergabestelle. Auch das Studierendenwerk verfügt über eigene Betreuungseinrichtungen.

Ob Sie ihr Kind zu Lehrveranstaltungen mitbringen können, sollten Sie mit den Lehrenden und den Mitstudierenden klären. Erkundigen Sie sich dann auch, wo Sie in Ruhe Ihr Kind stillen und wickeln können.

Wickeltische gibt es an diesen Standorten der DHBW in Stuttgart:

  • Paulinenstraße 50 – Raum 201
  • Rotebühlplatz 41 – Sanitätsraum EG 0.04
  • Tübinger Str. 33 – Raum 216
  • Rotebühlstraße 131 – Raum 0.04
  • Jägerstraße 56 – Sanitätsraum EG 002
  • Jägerstraße 58 – Sanitätsraum 003
  • Kronenstraße 53 A – Raum A 0.06
  • Herdweg 23 Sanitätsraum 001
  • Herdweg 31 Raum E.3

Service & Beratung rund um das Thema Familie

Allgemeine Studienberatung:
Astrid Oltmann / Tel.: 0711/1849-744 / E-Mail: astrid.oltmann@dhbw-stuttgart.de

Gleichstellungsbüro:
Heribert Krekel / Tel.: 0711/1849-536 / E-Mail: heribert.krekel@dhbw-stuttgart.de

Sozialberatung des Studierendenwerks:
Rosenbergstraße 18, 70174 Stuttgart,  Tel.: 0711/957441-0, E-Mail: sozialberatung@sw-stuttgart.de

Heribert Krekel / Tel.: 0711/1849-536 / E-Mail: heribert.krekel@dhbw-stuttgart.de