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Peer-Feedback-Map

Digitale Lernumgebung mit integrierter Methodenbasis und adaptivem, partizipativ erstelltem Peer-Feedback-Konzept

Ziel des Projekts

In dem Projekt soll eine digitale Lernumgebung mit integrierter Methodenbasis für studentische Forschungsarbeiten und adaptivem, partizipativ erstelltem Peer-Feedback-Konzept (Peer-Feedback-Map) entwickelt, pilotiert und evaluiert werden. 

Die Peer-Feedback-Map verzahnt eine digitale Methodenplattform mit einem darauf aufbauenden didaktischen Peer-Feedback-Konzept. Das didaktische Konzept zielt auf die partizipative Entwicklung von Reflexionskriterien zur Planung und Präsentation von Forschung sowie auf die Umsetzung von Peer-Feedback im Bereich studentischer Forschung ab. Zudem wird ein Template für die Durchführung von Peer-Feedback zu studentischer Forschung für das Learning Management System (LMS) Moodle zur Verfügung gestellt, welches einen partizipativ durch Studierende und Lehrende erstellten anpassbaren Kriteriensatz enthält. Die Methodenplattform stellt gebündelt Wissen zur Planung und Präsentation von Forschung im Bachelorstudium des Gesundheitswesens bereit. 

Ziel des Projekts ist, Studierende der Gesundheitsstudiengänge an der DHBW bei der Planung und Präsentation von Forschungsprojekten zu unterstützen und ihre Reflexionskompetenz vor dem Hintergrund der Anforderungen, die diesbezüglich innerhalb der Disziplin gestellt werden, zu stärken.

Projektbeschreibung

Bei Peer-Feedback-Verfahren geben sich Studierende gegenseitig Rückmeldung zu einer Leistung im Hinblick auf zuvor definierte Kriterien. Es gilt als vielversprechende Lehr-Lern-Form, welche auf eine nachhaltige Selbst- und Fremdeinschätzungskompetenz abzielt und Studierenden bei ihren Forschungsaktivitäten unterstützt. 

Die Konzeption folgt drei Stufen und ist theoretisch durch Gestaltungsgrundlagen der partizipativen Mediendidaktik sowie durch Forschungsergebnisse zu studentischem Peer-Feedback gerahmt. Das Projekt folgt dem Design-based Research Ansatz, bei welchem dem Prinzip „Forschung durch Gestaltung“ folgend relevante Herausforderungen aus der (Hochschul)bildungspraxis theoriebasiert adressiert und neue Erkenntnisse gewonnen werden.

In der ersten Stufe erfolgt die Entwicklung eines theoretisch fundierten Peer-Feedback-Konzeptes sowie einer Methodenplattform mit Lernmaterialien für Studierende. 

In der zweiten Stufe wird die Peer-Feedback-Map erprobt und angepasst. Zunächst definieren die Studierenden aller Kohorten iterativ, im Rahmen passender Lehrveranstaltungen, Kriterien zur Reflexion von Forschungsplanung und -präsentation. Damit soll eine tiefe Auseinandersetzung mit Forschungsstandards angeregt werden. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine formative Evaluation mit Re-Design des didaktischen Konzepts zur Bestimmung dieser Kriterien. Die Kriterien der jeweiligen Kohorten werden dann für Peer-Feedback zur Planung der Exposés von Bachelorarbeiten eingesetzt. 

In der dritten Stufe erfolgen eine Synthese aller Reflexionskriterien und weitere formative Evaluation mit abschließenden Anpassungen der digitalen Lernumgebung, Konzepte und Materialien. Die Synthese wird mit prüfungsverantwortlichen Hochschulangehörigen abgestimmt und zusammen mit der ausgereiften Peer-Feedback-Map, allen Begleitmaterialien und den Ergebnissen der Evaluation bereitgestellt.

Die Konzeption der Peer-Feedback-Map folgt der theoretisch fundierten Annahme, dass sie die Studierenden bei der Planung, Präsentation und Reflexion von Forschung unterstützt, indem sie Orientierung, aber auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit Qualitätskriterien, die in der Disziplin an Forschung gestellt werden, ermöglicht. Inwieweit diese Annahme zutrifft, und welche kurz- und langfristigen Aktionen aus den Feedbacks abgeleitet werden, wird anhand eines an das Projekt adaptierten Fragebogens zur studentischen Feedback-Kompetenz (Feedback-Literacy) postinterventionell erfasst. 

Projektförderung

  • Fördernummer: FRFMM-509/2022
  • Fördermittel: 94.500 Euro
  • Laufzeit: 09/2022 bis 08/2023

Ansprechpersonen

Projektleitung

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen