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Studium Generale erkundet Staatsgalerie

Unter fachkundiger Führung von Kunsthistoriker Andreas Pinczewski wurde die Besuchergruppe des Studium Generale der DHBW Stuttgart auf höchst unterhaltsame Weise durch die ständige Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart geführt.

Die rund 30 Teilnehmenden wurden zunächst mit einem vom Format her eher kleinen, von seiner Qualität her „großen“ Werk konfrontiert: Joachim Antonisz Wtewael „Anbetung der Hirten“. Im Anschluss daran wurde der „Leichnam Christi mit den Leidenswerkzeugen“ von Annibale Carracci näher vorgestellt und auf die besondere Perspektive im Bild hingewiesen sowie die außergewöhnliche Darstellung des Gekreuzigten erläutert. Während bei diesem Werk die Perspektive eine besondere Rolle spielt, stellte Andreas Pinczewski dagegen die „Venus und die Grazien“ von Ranieri Allegranti, welcher hier ein Motiv nach Giorgio Vasari verwandte und dabei in seiner Darstellung eher „flach“ bleibt.

Amüsantes wusste der Kunsthistoriker zu Carl Spitzwegs „Der Sonntagsjäger“, in dem er Bezüge zur heutigen Zeit herstellte und den damaligen „aufgerüschten“ Jäger mit dem heutigen Equipment mancher fahrradfahrender Zeitgenossen verglich. Besondere Anekdoten zum Schwaben an sich sowie dem Schwaben und der Kunst wurden in Bezug zu Lawrence Weiners Werk „One Potato Two Potato Three Potato & (More) / Ein Kartoffel Zwei Kartoffel Drei Kartoffel & (Mehr)“ zu Gehör gebracht. Dieser Vertreter der Konzeptkunst hat einen Bezug zur Gründungsgeschichte der Staatsgalerie hergestellt, der in der Führung humorvoll dargestellt wurde, Stichwort: „Mr braucha koine Kunscht, Grumbiara braucha mr“.

Den Abschluss bildete Robert Ryman, anhand dessen weißem Werk „Ohne Titel“ diskutiert wurde, welche Rolle Farbe in der Kunst spielt, sowie was denn eigentlich Kunst ist – und was nicht.

Besuchergruppe der DHBW Stuttgart in der Staatsgalerie