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Studierende treffen Europapolitiker Wieland in Straßburg

Wie schaffen es 751 Abgeordnete aus 28 EU-Staaten, sich in Sachen Flüchtlingsströme oder Schuldenkrise zu einigen? Das erfuhren Studierende des Studiengangs BWL-Handwerk vom Vizepräsidenten des Europaparlaments Rainer Wieland. Begleitet von Prof. Dr. Werner Rössle (DHBW Stuttgart), Jürgen Schäfer (Geschäftsführer von Handwerk International) und Auszubildenden der Handwerkskammer Stuttgart, reisten sie zum Jahreswechsel nach Straßburg.

„Wir wollen den Nachwuchs-Fachkräften im Handwerk die Chance bieten, handwerkspolitische Themen aus europäischer Sicht zu betrachten und alle Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen“, erklärte Jürgen Schäfer. Von der Besuchertribüne aus erlebte die Gruppe gleich zum Auftakt einen politischen Höhepunkt: Ensaf Haidar nahm den Sacharow-Preis stellvertretend für ihren inhaftierten Ehemann, den saudischen Menschenrechtsaktivist Raif Badawi, entgegen. Weiter gewährte Rainer Wieland seinen Gästen Einblick in den Alltag eines Berufspolitikers und stellte sich den Fragen der Studierenden und Auszubildenden. Thematisiert wurden beispielsweise die Flüchtlingssituation und die Krise in Griechenland. Wieland bezog Stellung: Er plädiert für eine europäische Flüchtlingsquote und eine lückenlose Registrierung der Flüchtlinge. Zur Frage ob Griechenland aus dem Euro aussteigen müsse gab Wieland sich optimistisch: „Wir können das mit Griechenland hinbekommen.“

Abschließend riet Wieland den Studierenden: „Trauen Sie sich was zu, auch mit Blick auf eine Selbstständigkeit als Unternehmer und mischen Sie sich ein.“ Möglichkeiten gebe es zuhauf, ob in der Wirtschaft, bei den Innungen, der Handwerkskammer oder der Partei-Jugend. Das steigere auch die Sozialkompetenz. Denn „allein kommt man schnell vorwärts, aber weit kommt man nur gemeinsam.“

Auf dem Heimweg von Straßburg nach Stuttgart hat die Gruppe in Karlsruhe noch das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) besucht.

Europaabgeordneter Rainer Wieland stand Johannes Regner, Julian Schulze und Marc Sanwald (v.l.n.r.) Rede und Antwort. Foto: Behne