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Innovative Ideen für kultursensible Pflege vorgestellt

Studierende des Studienganges Angewandte Pflegewissenschaft der DHBW Stuttgart haben unter der Leitung der Lehrbeauftragten Nilgün Tasman Konzepte für eine kultursensible Pflege entwickelt. Am 16. März 2016 wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Poster-Präsentation einem Fachpublikum vorgestellt.

Die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Pflegebedürftigen aus anderen Kulturkreisen und Pflegenden gestaltet sich in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen oft schwierig. Durch Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede kommt es zu Missverständnissen oder die Beteiligten tappen versehentlich in das berühmte Fettnäpfchen. Um diesen Situationen in Zukunft vorzubeugen haben Studierende in der Lehrveranstaltung „Kultursensible Pflege“ vielseitige Konzepte entwickelt, die zur interkulturellen Öffnung in der Pflege beitragen sollen. So wurden zum Beispiel Patientenkommunikationshilfen in Form von Karten und Broschüren entwickelt und interkulturelle Wegleitsysteme, die aus verständlichen Piktogrammen bestehen. Mehrsprachige Tagesablaufpläne sollen Patienten erklären, wann und warum die Pflegefachkräfte das Patientenzimmer betreten und wann Untersuchungen und Mahlzeiten stattfinden. Ein sogenannter „Demenz-Koffer“, der mit kulturspezifischen Gegenständen befüllt ist und verschiedene Sinne anspricht, soll Demenzkranken aus anderen Kulturkreisen dabei helfen, das Erinnerungsvermögen zu stärken und mit den Pflegenden in einen Dialog zu treten.

Angewandte Pflegewissenschaft ist ein berufsbegleitender Studiengang der DHBW Stuttgart. Alle Studierenden sind examinierte Pflegefachkräfte. Die neu entwickelten Konzepte nehmen sie mit in ihre Einrichtungen, wo sie direkt in der Praxis Anwendung finden.

  • Weitere Informationen zum Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft
Nilgün Tasman, links, bei der Poster-Präsentation der Lehrveranstaltung „Kultursensible Pflege“ (Foto: Hans Ulrich Scholpp)