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E-Scooter-Projekt DHBW Drive übertrifft alle Erwartungen

Im Oktober ist das Reallabor Mikromobilität an der DHBW Stuttgart gestartet. Bis Februar 2021 können Studierende, Mitarbeitende und Dozierende an den Standorten Jägerstraße, Herdweg, Paulinenstraße, Rotebühlstraße und Tübinger Straße kostenlos E-Scooter ausleihen und dort wieder abstellen. Ziel des Projekts ist es, die Akzeptanz und Nutzungserfahrung von standortgebunden Mikromobilitätskonzepten zu erforschen.

Nur selten wird ein Forschungsprojekt im öffentlichen Raum so sichtbar wie das Reallabor DHBW Drive. Seit Oktober stehen an fast allen Stuttgarter DHBW-Stuttgart-Standorten E-Scooter. Auch zwischen den Standorten und in der Stadt finden sich ab und zu E-Scooter mit dem DHBW-Logo. Sie sind Teil des Forschungsprojekts DHBW Drive, das sich zurzeit großer Beliebtheit bei den Studierenden und Mitarbeitern erfreut. So haben sich in den ersten beiden Wochen bereits über 1000 User (davon 926 Studierende) mittels App für das Projekt registriert und sind mehr als 3300 Kilometer gefahren.

Hinter DHBW Drive steht das Reallabor Mikromobilität der DHBW Stuttgart, das vom Zentrum für empirische Forschung (ZEF) und dem Zentrum für Fahrzeugentwicklung und nachhaltige Mobilität (ZFM) betrieben wird. Zur Verfügung gestellt werden die Roller von der MiMo UG und EAR Innovation Hub, die das kooperative Forschungsprojekt zur Geschäftsmodellentwicklung nutzen wollen. Innerhalb der DHBW Stuttgart werden die Daten in einem Integrationsseminar von den Studierenden des Studiengangs BWL-Industrie pseudonymisiert ausgewertet. Zusätzlich sollen die Daten im Rahmen eines Promotionsvorhabens zu „Shared-Mobility“ analysiert werden.

Besonders stolz sind die wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Marc Kuhn und Prof. Dr.-Ing. Harald Mandel auf die Innovationskraft des Modells. „Öffentliche Institutionen wie Krankenhäuser, Stadtverwaltungen oder Universitäten verteilen sich oft über ein ganzes Stadtgebiet. In vielen Kreisstädten fehlt es hier an modernen Mobilitätsangeboten, diese Standorte zu verbinden. In unserer Forschung wollen wir nun herausfinden, ob Mikromobilitätsangebote dazu beitragen, die ‚gefühlten‘ Distanzen zwischen den Standorten zu verringern, wie sie von den Nutzern im Alltag eingesetzt werden und wie die Nutzererfahrung letztendlich aussieht“, so Prof. Dr. Marc Kuhn von der Fakultät Wirtschaft.

Für Prof. Dr.-Ing. Harald Mandel von der Fakultät Technik steht der technische Aspekt im Vordergrund: „Dank dem Reallabor haben wir die Möglichkeit, die Betriebsfestigkeit der E-Scooter in der Praxis und auf längere Sicht zu testen. Wie wirken sich die Belastungen des alltäglichen Betriebs auf die E-Scooter aus? Wo weisen sie Schwächen aus? Auch die Nachhaltigkeit in Bezug auf die ganzheitliche Bilanzierung kann in diesem Labor ermittelt werden. So verbrauchen die E-Scooter etwa 10% ihrer Ladekapazität pro Tag durch das Tracking. Diesen Anteil der Add-on Energie wollen wir im Projekt erforschen.“

Zum DHBW Projektteam gehören zudem die Projektleiter Daniel Grühn und David Ramert, der Doktorand Maximilian Schwing sowie der Datenexperte Gabriel Yuras.

Bild: Adobe Stock