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Studienergebnisse „New Mobility“ präsentiert

01.07.2020 

Am 25. Juni 2020 fand das 10. Forschungskolloquium „New Mobility: Ein Weg – viele Möglichkeiten“ des Zentrums für Empirische Forschung der DHBW Stuttgart statt. In der Onlineveranstaltung präsentierten angehende Bachelorabsolvent*innen der Studiengänge BWL-Industrie/ISM und Maschinenbau vor einem Publikum mit rund 80 Teilnehmenden aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die zentralen Studienergebnisse und gaben Optimierungsvorschläge.

Das interdisziplinäre studentische Forschungsteam, unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Kuhn und Prof. Dr. Harald Mandel, skizzierte zunächst das Forschungsdesign: Im Erhebungszeitraum der Studie von Dezember 2019 bis Januar 2020 wurden in 14 deutschen Städten die Mobilitätskonzepte Share Now, Stadtmobil, Uber, Call a Bike, Lime, Stella, Flixbus und BlaBlaCar durch Studierende getestet und eine Befragung von Passantinnen und Passanten sowie eine Onlineumfrage durchgeführt.

Dann präsentierten sie die Ergebnisse. Hierzu zählen unter anderem:

  • Über 40 Prozent der Befragten kennen die „neuen Mobilitätskonzepte“ überhaupt nicht.
  • Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil der tatsächlichen Nutzer*innen an den jeweiligen Mobilitätskonzepten.
  • Nachholbedarf sehen viele Nutzende bei der „Usability“ der Mobilitätsangebote (betrifft z. B. technische Voraussetzungen der Nutzung oder Bedienfreundlichkeit), am besten schneidet Stadtmobil diesbezüglich ab.
  • Usability ist ein wichtiger Faktor, da die Daten zeigen, dass je besser die Usability eingeschätzt wird, desto höher auch die zukünftige Nutzungsabsicht der Angebote ausfällt.
  • Sowohl das Umweltbewusstsein als auch die moralische Verpflichtung sind bei der Stichprobe stark ausgeprägt.
  • Zentrales Ergebnis: sämtliche untersuchte Themen (z. B. Nutzungsabsicht, konkreter Nutzen, Usability) werden von Proband*innen, die die Mobilitätsangebote bereits nutzen, stets besser bewertet als von bisherigen Nicht-Nutzenden.
  • Die Untersuchung der technischen Perspektive von E-Scootern und Bike-Sharing-Anbietern ergab einige sicherheitsrelevante Differenzen (z. B. bzgl. Bremsleistung).

Zu allen Erkenntnissen lieferten die Studierenden Handlungsempfehlungen. Die Gäste, darunter u. a. MdB Matthias Gastel (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Vertreterinnen und Vertreter der getesteten Mobilitätskonzepte, zeigten sich von Format und Güte der Veranstaltung und Studie begeistert.

Studienergebnisse und Handlungsempfehlungen können über: zef@dhbw-stuttgart.de angefordert werden.

Lab-2-Go ermöglicht Messtechnikversuche per Fernlehre

29.05.2020 

Im Studiengang Maschinenbau der DHBW Stuttgart sah die Elektrotechnik-Laborübung der Viertsemester aufgrund der pandemiebedingten Aussetzung des Präsenzbetriebs dieses Mal ein wenig anders aus: Statt im speziell dafür eingerichteten Labor an der Hochschule werkelten die Studierenden am Schreibtisch zu Hause mit Bausätzen, die sie vorab per Post zugesandt bekommen hatten.

Die Laborübung ist Teil der Vorlesung „Messtechnik“, die Prof. Dr.-Ing. Andreas Griesinger Ende April beendet hatte. Laboringenieur Reinhold Groß beschaffte daraufhin das Equipment für die einzelnen Pakete – kleine Platinen, Bauteile, Batterien und Messgeräte. Die Studierenden sollten mit deren Hilfe einige Grundlagenversuche mit einem Operationsverstärker durchführen. Ein Operationsverstärker ermöglicht es, Signale von analogen Sensoren so zu verstärken und anzupassen, dass diese weiterverarbeitet und gegebenenfalls in digitale Signale umgewandelt werden können. Dem Lab-2-Go vorgeschaltet waren einführende Fragen, die Groß per Moodle verschickt hatte und die von den Studierenden schriftlich beantwortet wieder hochgeladen werden mussten.

Als zusätzliche Unterstützung für den Laborversuch dienten neben einer Online-Einführungsveranstaltung Skripte, die Groß an den veränderten Versuchsablauf zu Hause angepasst hatte. Auch während der Heim-Laborphase konnten die Studierenden sich online an Groß wenden, um Hilfestellung zu erhalten. Den Fortschritt hielten sie fotografisch fest und schrieben abschließend einen Laborbericht, den sie in Moodle hochluden. Neben theoretischen Berechnungen gibt der Laboraufbau den Studierenden die Chance, das Gelernte physikalisch nachzuvollziehen. Von den Studierenden wurde das Lab-2-Go gut angenommen. Sie empfehlen trotz des größeren zeitlichen Einsatzes, auch in Zukunft dieses Vorgehen beizubehalten. Sie sehen es als Vorteil, in ihrer eigenen Lern-Geschwindigkeit selbstständig die Laborübungen durchführen zu können und nehmen daraus viel mit.

Klassische Maschinendynamik intuitiv dargestellt

Im Juni erscheint das Buch „Maschinendynamik in Bildern und Beispielen“ von Prof. Dr. Marcus Schulz, Studiengangsleiter Maschinenbau an der DHBW Stuttgart. Inhaltlich ist das Buch aus einer Vorlesung für Maschinenbau-Studierende im 6. Semester hervorgegangen.

Bei der Wissensvermittlung zum Thema Maschinendynamik, bei dem zu einem nicht geringen Anteil mathematisch formale Methoden als Werkzeuge genutzt werden, liegt eine besondere Herausforderung darin, den Anwendungsbezug sichtbar zu machen. Dieser Herausforderung begegnet Schulz in seinem Buch durch den konsequenten Einsatz von drei Elementen: Bilder, Beispiele und Plausibilisierungen. Der Ersatz von umfangreichen algebraischen Ableitungen und mathematischen Methoden zur Lösung von Differenzialgleichungen durch bildhafte Werkzeuge wie zum Beispiel Kraftecke, Zeigerdiagramme und Flächengeometrie schafft einen intuitiven Zugang, erleichterte Einprägsamkeit und ein vertieftes physikalisches Verständnis.

Das Buch richtet sich nicht nur an Studierende des Maschinenbaus und der Mechatronik oder in der Industrie tätige Ingenieure, die sich in die Grundlagen der Maschinendynamik einarbeiten möchten. Es ist auch für den praxiserfahrenen Ingenieur geeignet, der durch das Buch noch einmal einen anderen Blick auf grundlegende maschinendynamische Themen erhält.

Verkehrsministerium zeichnet Projekte der DHBW Stuttgart aus

(v. l. n. r.) Dipl.-Ing. Christoph Tenten, Prof. Dr. Uwe Zimmermann, B.Eng. Till Surek und Prof. Dr.-Ing. Harald Mandel.
24. April 2017

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Messe Stuttgart haben am 20. April 2017 beim Hochschulwettbewerb der Messe auto motor sport iMobility zwei Projekte der DHBW Stuttgart prämiert. Für den Wettbewerb wurden Arbeiten und Ideen gesucht, die einen wegweisenden Beitrag zu einer umweltfreundlichen und modernen Mobilität leisten.

Prof. Dr.-Ing. Harald Mandel, Studiengangsleiter Maschinenbau, wurde gemeinsam mit den Lehrbeauftragten und Alumni B.Eng. Till Surek und B.Eng Frank Wüchner für das Projekt „Triple eCar“ ausgezeichnet. Das Triple eCar ist ein batterieelektrisches Fahrzeug, das mit Messtechnik ausgestattet als „fahrendes Labor“ im Studiengang Maschinenbau genutzt wird. Neben der Lehre wird das Fahrzeug für fakultätsübergreifende Forschungszwecke, Fahrversuche und als klimaneutrales Transportmittel zwischen den Hochschulstandorten eingesetzt.

Ein weiterer Preis ging an Prof. Dr. Uwe Zimmermann, Studiengangsleiter Elektrotechnik, und Dipl.-Ing. Christoph Tenten für das Lehreprojekt „Pedelec“. Das Projekt zielt durch den Einsatz von Pedelecs in der Lehre darauf ab, Studierende für die Themen Elektromobilität und automatisiertes Fahren zu begeistern. Die Studierenden arbeiten unter anderem an Fahrerassistenzsystemen für Pedelecs, wie z.B. einer Notbremsfunktion und einem Abstandsregeltempomaten, um darauf aufbauend auch Energiesparmöglichkeiten, etwa durch elektronisch unterstütztes Windschattenfahren (Platooning) zu untersuchen. Zudem werden die Pedelecs für kooperative Forschungsprojekte im Bereich Elektrische Antriebe und Umfelderfassung genutzt.

Beide Preise sind mit jeweils 500 Euro dotiert und wurden den Preisträgern von Verkehrsminister Winfried Hermann am Messestand der DHBW Stuttgart überreicht.

Studierende besuchen italienische Fahrzeugindustrie

Studierende beim Montieren einer Motorradkupplung im interaktiven Physiklabor
10. April 2017

Speziell im Rennsport und im Design setzt die italienische Automobilindustrie immer wieder neue Maßstäbe. Im Rahmen einer Exkursion erhielten 19 Studierende des Studiengangs Maschinenbau mit der Vertiefung Fahrzeug-System-Engineering durch die Besichtigung verschiedener Betriebe eine sinnvolle Ergänzung zu den Vorlesungen im 3. Studienjahr.

Begleitet von Studiengangsleiter Prof. Dr.-Ing. Harald Mandel und Prof. Dr. rer. nat. Christian Götz gab es für die Studierenden bereits auf dem Weg nach Italien einen ersten Zwischenstopp in der Schweiz zur Werksbesichtigung der Stanzwerk AG. Neben der Werksführung war unter anderem die Präsentation über die Besonderheiten bei der Herstellung von Elektroblechen und des Stanzpaketierens für Statoren und Rotoren von Elektromotoren von besonderem Interesse. Bauteile der Stanzwerk AG werden unter anderem im AMK Motor des Formula Student Rennwagens des DHBW Engineering Teams eingesetzt.

Am Folgetag wurde in der Nähe der italienischen Stadt Parma die Rennwagenschmiede Dallara besichtigt. Dallara konstruiert Chassis für zahlreiche Rennsportklassen und bot den Studierenden interessante Einblicke das Laminieren von zahlreichen Carbonfaserbauteilen. Highlight dort war allerdings die Besichtigung des Fahrsimulators, in dem ein Formula-Fahrer sein Fahrzeug abstimmte.

Am letzten Exkursionstag bekamen die Studierenden zunächst eine Führung durch die neue Produktion bei Pagani, einem Kleinserienhersteller von Edelsportwagen, inklusive der Besichtigung des eindrucksvollen Museums.

Den Abschluss bildete eine Werksführung beim italienischen Motorradhersteller Ducati, wo die Studierenden verschiedene Fertigungs- und Montagephasen, Fahrzeugmontagelinien und Prüfverfahren besichtigen konnten. Auch bei Ducati wurde den Studierenden vom Konstruktions­leiter ein interessanter Einblick in die Entwicklung einer neuen Motorradvariante gegeben. Zudem durften die Teilnehmenden ihr Wissen im interaktiven Physiklabor „Fisica in Moto“ erproben.

Die Studierenden, von denen sich viele auch im Formula Student Team der DHBW Stuttgart engagieren, fanden die Einblicke in die italienische Fahrzeugindustrie spannend und erfreuten sich darüber hinaus an Wissenswertem zu den einheimischen Spezialitäten, dem Parmesankäse und dem Parmaschinken, inklusive einer Verkostung.

Triple eCar

Prof. Reinhold Geilsdörfer, Prof. Dr. Joachim Weber, Wilfried Porth, Dr. Nicola Schelling, Till Surek, Prof. Dr. Ing. Harald Mandel, Prof. Dr. Dirk Reichardt (v.l.n.r) mit dem Triple-E-Car

Großer Andrang beim Tag der nachhaltigen Mobilität

Am 31. Juli 2015 stellte die DHBW Stuttgart der Öffentlichkeit das erste rein elektrische Fuhrparkfahrzeug der Hochschule vor. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, sowie Studierende und Bedienstete wohnten dem Event bei und nutzten die Gelegenheit sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich klimaneutrale Mobilität zu informieren. Zukünftig können die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure der DHBW Stuttgart das Thema Elektromobilität ganz praxisnah angehen: Das „Triple eCar“, eine rein elektrische Mercedes B-Klasse, die für Laborübungen, Messfahrten und Fahrversuche genutzt werden und dadurch Begeisterung für nachhaltige Mobilität bei den Studierenden wecken soll, wurde feierlich eingeweiht.