Highlights & News

„Bereichernd“ – zwei Planspieltage im internationalen Austausch

06. Mai 2021 (von Isabella Fischer und Birgit Zürn)

In diesem Semester fielen praktisch alle Auslandsaktivitäten des Studiengangs BWL-International Business der Pandemie zum Opfer. Damit trotzdem etwas Interkulturalität erlebbar wurde, fanden am 3. und 4. Mai zwei ganz besondere Planspiel-Tage im ZMS statt. Hier war die Zentrumsmanagerin Isabella Fischer federführend aktiv, die im engen Austausch mit allen beteiligten Stellen das Projekt leitete.

30 IB-Studierende der DHBW Stuttgart waren virtuell zusammen mit 21 Technik-Studierenden der IMH global unterwegs. Die IMH / Escuela Universitaria de Ingeniería Dual ist Teil der Universidad del País Vasco in Nordspanien. Was beide Hochschulen verbindet – alle studieren dual!

Der Einstieg in die beiden Tage erfolgte jeweils spielerisch und interaktiv zum gegenseitigen Kennenlernen. Doch dann wurde es ernst: Auf insgesamt drei Märkten mit je fünf Unternehmen lief das Online-Planspiel “TOPSIM Going Global”. Jedes der fünf Unternehmen produziert und vertreibt Waschmaschinen und startet auf seinem Heimatmarkt (Europe, North America, South America, Asia I and II), um von dort aus international tätig zu werden. Eine herausfordernde Aufgabe! Ein Team war mit Professor*innen und Mitarbeitenden der baskischen Hochschule besetzt – über ihre engagierte Mitarbeit als Team “Asia II” auf Markt 2 haben wir uns sehr gefreut! Betreut wurde jeder Markt von zwei erfahrenen Seminarleitenden.

Die fünf Planspiel-Runden waren sehr intensiv, mussten doch Unmengen von Daten analysiert, Marktforschungsberichte studiert, Strategien abgestimmt und Entscheidungen getroffen werden. Das Ganze immer unter einem gewissen Zeitdruck und natürlich in Konkurrenz zu den anderen Unternehmen: Wie werden sich diese wohl positionieren? Hierin liegt die große Stärke der Planspiel-Methode: Entscheidungen in einer komplexen realitätsnahen Umwelt bei Unsicherheit zu treffen trainiert die Kompetenzen, die man in der Wirtschafts- und Arbeitswelt von heute und morgen benötigt. Dazu kamen interkulturelle und sprachliche Unterschiede, die die Teamarbeit herausfordernd machten.

Nach jeder Entscheidungsrunde erfolgte eine Auswertung im Plenum des jeweiligen Marktes mit spannenden Diskussionen der Ergebnisse der Perioden.

Zum Abschluss der beiden Tage diskutierten zufällig gemischte Teams in einem Worldcafé an vier virtuellen Tischen, wie die Teamarbeit verlief, wo die größten Herausforderungen waren, was man zukünftigen Teams empfehlen würde und wie die Veranstaltung insgesamt ankam.

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Absolvent zieht es in das „Reich der Mitte“, nach China

DHBW Absolvent Marvin Freericks in China
16. April 2021

Marvin Freericks, Absolvent der DHBW Stuttgart im Studiengang BWL-International Business (Jg. 2015), entschloss sich nach seinem äußerst erfolgreichen Bachelorstudium in Kooperation mit IBM Deutschland MBS GmbH ein MBA-Studium in China zu absolvieren.

Dieser Wunsch kam nicht von ungefähr: Aufgrund seiner frühen Begeisterung für die asiatische Kultur nutzte Herr Freericks zahlreiche Gelegenheiten, sowohl vor als auch während seines Bachelorstudiums Theorie- bzw. Praxiseinsätze in China und Südkorea zu absolvieren.

„An China haben mich sowohl die Kultur als auch die Schnelligkeit, mit der neue Innovationen (z. B. Mobile Payment, Bike Sharing) praktisch umgesetzt, begeistert. Da ich dies alles gerne vor Ort miterleben möchte, hatte ich mir das Ziel gesetzt, die Sprache zu lernen und einen Job in China zu finden.“

Ein einjähriger Chinesischkurs an der Nankai University in Tianjin gab ihm eine solide Grundlage für sein nächstes Ziel: ein international anerkannter MBA-Abschluss an der Tsinghua University in Peking, China.

„Da in China aber Beziehungen eine große Rolle spielen, hatte ich das Gefühl, dass ich mein Netzwerk in China ausbauen muss. Zusätzlich wollte ich noch mehr über chinesische Unternehmenskultur lernen. Ein MBA an der Tsinghua University (THU) in China erschien mir daher als eine gute Möglichkeit. Erstens bietet es ausländischen Studierenden die Möglichkeit, das chinesische Wirtschaftssystem in der Tiefe zu verstehen. Zweitens bietet mir ein Studium in Peking die Chance, mein Chinesisch weiter zu verbessern. Drittens haben mich vor allem die akademische Qualität sowie die diversen Kollaborationen zwischen THU und MIT Sloan School of Management überzeugt.“

Seit 2019 absolviert Herr Freericks sein zweijähriges Global MBA Program:

„Für mich persönlich ist der große Vorteil des Tsinghua-MBAs, dass man in vielen Kursen Case Studies chinesischer Unternehmen behandelt, da an den meisten Business Schools hauptsächlich amerikanische Case Studies benutzt werden. Da das Programm in Kollaboration mit dem MIT Sloan School of Management angeboten wird, kommen MIT-Professoren für bestimmte Kurse (z. B. Entrepreneurship, Marketing) auch nach Peking um vor Ort Vorlesungen zu halten. Außerdem werden Kurse zusammen mit verschiedenen Unternehmen (z. B. McKinsey, Facebook) angeboten, bei denen CEOs von unterschiedlichen MNCs Vorträge halten.“

Und was folgt danach?

„Langfristig ist mein Karriereziel, einen Sales-Job in einem chinesischen Arbeitsumfeld zu bekommen. Ich bin davon überzeugt, dass der MBA mich umfassend auf eine internationale Karriere vorbereiten wird.“

Studierende entwickeln Idee für internationale Fachkräfteakquise

25.6.2020

Im Rahmen des BWL-Integrationsseminars Management entwickelten Studierende der Studienrichtung International Business an der DHBW Stuttgart eine Geschäftsidee mit zugehörigem Businessplan. Als Ergebnis präsentierten sie die Onlineplattform „ConnEx“ (Connecting the brightest minds), einen Vermittlungsservice zwischen Arbeitgebern in Deutschland und Fachkräften aus dem Ausland.

Die Aufgabenstellung von Dozent Ulli Frey lautete, innerhalb von zwei Semestern ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Marktreife zu bringen. Dabei organisierten sich die Studierenden unter Berücksichtigung persönlicher Stärken in Teams wie Projektleitung, Business-Development, Marketing, Finanzen oder Sozialkompetenz.

Mit ConnEx gründeten sie ein fiktives Start-up, das Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels bei der Suche nach qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern aus dem Ausland unterstützt. Als Zielmärkte wurden zunächst Vietnam, Brasilien und Indien identifiziert. Gleichzeitig macht ConnEx interessierte Fachkräfte aus dem Ausland auf potenzielle Arbeitgeber in Deutschland aufmerksam. Für das perfekte Matching zwischen dem Mindset der ausländischen Fachkräfte und der Unternehmenskultur der Arbeitgeber in Deutschland wurde auf Basis eigener Marktforschungsergebnisse ein Fragebogen für beide Zielgruppen entwickelt. Als ergänzende Dienstleistungen stehen ein Cultural Compass für Arbeitnehmer, Cultural Courses sowie Support bei Visa, Versicherungen und Sprachkursen zur Verfügung.

Neben den fachlichen Schwerpunkten kam es bei dem Projekt vor allem auf die sozialen Kompetenzen an: Besondere Herausforderung war es, klare Zuständigkeiten und Transparenz zu schaffen, was den Teams durch eine stetige Kommunikation sowie durch die Definition von Meilensteinen gelang.

Aufkommende Fragen rund um Technik, Planungszahlen, Preisstrategie, Marktpotenzial und Finanzierung beantworteten die Studierenden mit umfassendem Wissen aus ihren Recherchen. Frey war besonders erfreut, dass die Studierenden proaktiv und flexibel auf Veränderungen durch die Coronakrise reagiert haben: Die Situation wurde erkannt und es wurden Lösungsansätze wie beispielsweise Remote-Working für die Zeiten mit Reisebeschränkungen entwickelt.

Sparen und Helfen – Studierende entwickeln gemeinnützige App

7.8.2019

Im Rahmen des Integrationsseminars im sechsten Semester arbeiteten 40 Studierende des Studiengangs BWL - International Business der DHBW Stuttgart an einer Geschäftsidee. Ziel des Start-ups „Studarity“ ist es, bei Einkäufen des täglichen Lebens Geld zu sparen und die Rabatte an wohltätige Organisationen zu spenden.

Unter Leitung von Dozent Ulli Frey entwickelten die Studierenden das dazugehörige Unternehmenskonzept. Gemanagt wurde das Projekt von den Studierenden Sophia Scheithe und Natalie Baral, die für die Koordination sowie die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts verantwortlich waren. Konkret funktioniert Studarity so: Studierende können sich mithilfe einer App über die Sparangebote des lokalen Einzelhandels informieren. Beim Kauf eines rabattierten Artikels wird der Diskontbetrag in einem digitalen Geldbeutel gesammelt. Dieses Geld können Studierende mittels Smartphone dann jederzeit an wohltätige Organisationen spenden.

„Studarity trifft den Nerv unserer Generation“, meint Student Magnus Jobski, verantwortlich für das Marketing von Studarity. „Wir Millennials sind bald die größte Käufergruppe der Wirtschaft. Wir sind aufgewachsen unter dem Einfluss der Globalisierung, Digitalisierung und der Shared Economy. Außerdem ist unsere Bereitschaft, karitative Zwecke zu unterstützen, stärker ausgeprägt als in der Generation unserer Eltern. Diese Trends macht sich Studarity zu eigen.“, so Jobski.

Das Seminar gab den Studierenden die Möglichkeit, eine Geschäftsidee mit einem ausgereiften Businessplan auszuarbeiten. Dabei konnte das fächerübergreifend erlernte Wissen der letzten Semester angewandt werden. Der Erfolg dieser Lehrmethodik beruht auf genau diesem Anwendungskonzept sowie der Autonomie und Selbstorganisation, die den Studierenden bei der Projektentwicklung zugeschrieben wurde.

Projekt Cross Connect vorgestellt

5.7.2018

Im Rahmen eines Integrationsseminars arbeiteten 41 Studierende des 6. Semesters des Studiengangs BWL mit der Studienrichtung International Business an der DHBW Stuttgart im Projekt Cross Connect. Dahinter steht ein fiktives Unternehmen wie auch ein zugehöriges Gadget inklusive Businessplan, welches Themen wie Reisen, Outdoor, Sport und den Alltag vieler Menschen erleichtern könnte. Die Projektergebnisse wurden am 4. Juli 2018 an der Fakultät Wirtschaft präsentiert.

Über einen Projektzeitraum von sechs Monaten haben die Studierenden ein fiktives Start-Up gegründet. Unter Leitung von Dozent Ulli Frey, CEO der Network Academy GmbH Würzburg, haben die Studierenden die Aufgabe bekommen, ein Produkt oder eine Dienstleistung mit dazugehörigem holistischen Unternehmenskonzept zu entwickeln.

Die Vision der Studierenden lautete: eine bestmögliche Erleichterung diverser Aufgaben verschiedener Zielgruppen, in denen schneller Informationsaustausch notwendig ist. Dazu haben sie ein smartes, simples Armband entwickelt, das auf eine benutzerfreundliche und intelligente Weise verschiedenen Benutzergruppen ermöglicht, miteinander in Verbindung zu bleiben. So können beispielsweise Wandergruppen auf einfachste Art und Weise alle Teilnehmenden überblicken, um auch in gefährlicherer Umgebung Sicherheit gewährleisten zu können. Ebenso ermöglicht das Armband Reiseanbietern die einfache Übersicht über alle Reisegruppen, egal ob im Jugend- oder Best-Age-Bereich.

Neben einer detaillierten Unternehmensvorstellung wurden an einem Messestand genaue Informationen zum Produkt verschiedenen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentiert. Außerdem gewährten die Studierenden exklusive Einblicke hinter die Kulissen, indem sie im Rahmen einer Talkshow viele Fragen über den Verlauf des Projektes beantworteten.

Absolventin gewinnt den Controlling-Nachwuchspreis des Internationalen Controller Vereins

16.11.2016

Selina Rogers, Absolventin der DHBW Stuttgart im Studiengang BWL-International Business, wurde am 12. November in Berlin vom Internationalen Controller Verein (ICV) für ihre herausragende Abschlussarbeit mit dem Controlling-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

Mit ihrer Bachelorarbeit „Implementation of Integrated Reporting on the Example of Adidas” konnte sie die Jury überzeugen. Die ICV-Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Ute Vanini, FH Kiel, begründete die Entscheidung mit der „überzeugend klaren Problemformulierung und -abgrenzung“ sowie mit einem „sehr strukturierten Vorgehen zur Problembearbeitung“. Die Arbeit habe ein für Praxis und Forschung höchst relevantes Thema aufgegriffen, die Analyse basiere auf einer umfassenden internationalen Literaturauswertung. Zudem werden konkrete Lösungsansätze zum Integrated Reporting für das Unternehmen entwickelt und nachvollziehbar dokumentiert.

Rogers kann besonders stolz sein, den begehrten Preis im Jahr 2016 erhalten zu haben, denn das Bewerberfeld war groß wie nie zuvor. Sie konnte sich unter 23 eingereichten Arbeiten, sowohl von Universitäten als auch Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften, durchsetzen. Das Ergebnis, sagt Rogers, sei auch auf die gute Betreuung durch den wissenschaftlichen Betreuer Prof. Dr. Roman Stoi zurückzuführen.