Studierendenprojekte

Auch während der Theoriephase an der DHBW Stuttgart sammeln Studierende praktische Erfahrungen und können Neues ausprobieren: Im Rahmen von Studienarbeiten etwa konzipieren und realisieren sie verschiedene spannende Projekte.

Studierende entwickeln innovative Bezirkskonzepte

Studierende im Studiengang BWL-Handel mit Prof. Dr. Andreas Kaapke und Vertretern der BÄKO Ost eG. Foto: DHBW Stuttgart / Sven Köhler

22.06.2017

Im Auftrag der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart haben sich Studierende der DHBW Stuttgart mit der drängenden Frage beschäftigt, wie die Entwicklung in den Stuttgarter Stadtbezirkszentren konkret aussehen kann. Ihre Handlungsempfehlungen präsentierten sie am 21. Juni 2017 vor Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung.

Die Stuttgarter Stadtbezirke Bad Cannstatt, Feuerbach, Untertürkheim, Vaihingen, Weilimdorf und Zuffenhausen weisen erste Anzeichen eines Trading-Down-Prozesses auf. Dies äußert sich durch leerstehende Ladenlokale, erhöhte Fluktuation, die vermehrte Ansiedlung von Billiganbietern und das Vordringen von Spielhallen, Wettbüros sowie niedrigpreisigen Gastronomiebetrieben.

Studierende des Studiengangs BWL-Handel suchten unter der Leitung von Prof. Dr. Sven Köhler den direkten Kontakt zu den Menschen in den Bezirken und gingen bei einer Befragung von 371 Passantinnen und Passanten der Frage nach, wie die Konsumentinnen und Konsumenten vor Ort die Entwicklung der Stadtbezirke und die Qualität der Einkaufsstätten einschätzen.

Die Herausforderungen, die die Studierenden dabei identifizieren konnten, sind vielseitig: Vor allem in den Bereichen Gastronomie- und Warenangebot, Sauberkeit, Kinderfreundlichkeit, Stadtmöblierung und Verkehrsführung besteht Verbesserungsbedarf. Die Handlungsempfehlungen der Studierenden reichen von modernisierten Sitzmöglichkeiten, gemeinsamen Putzaktionen zur Verbesserung der Sauberkeit und dem Einzug von angesagten Pop-Up Stores in leerstehende Ladenflächen bis hin zu Parkleitsystemen.

In den nächsten Wochen soll die Umsetzbarkeit der vorgestellten Ideen und Konzepte bei der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart diskutiert werden.

Mystery Shopping: Studierende besuchen fast 300 Apotheken

Studierende präsentieren ihre Erkenntnisse vor der Jury.

30.01.2017

Ende November 2016 waren 24 Studierende des Studiengangs BWL-Handel zu Verkaufsförderungsaktionen der Firma Bionorica SE in ganz Deutschland unterwegs. Ihre Mission: Mystery Shopping in ausgewählten Apotheken. Am 18. Januar präsentierten sie ihre Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vor einer Jury aus Professoren, Beschäftigten des Zentrums für empirische Forschung und Vertreterinnen des Arzneimittelherstellers Bionorica.

Studierende präsentieren innovative Einzelhandelskonzepte

v. l. n. r.: Charly Neuhoff, Illona Schönle, Niklas Henn

26.01.2017

26 Studierende des Studiengangs BWL-Handel waren unter Federführung von Prof. Dr. Andreas Kaapke und Prof. Dr. Sven Köhler Ende 2016 für die Non-Profit-Organisation Buy Local - Erlebe Deine Stadt eG in deutschen Mittelstädten unterwegs und spürten als sogenannte Cool Hunter Trends und innovative Ideen auf. Der Fokus war dabei unter anderem auf überraschende Standorte, innovative Laden- bzw. Schaufenstergestaltung oder Besonderheiten bei Marketingaktionen und Preispolitik gerichtet.

Im Zeitalter des Online-Shopping zwingt sich die Frage auf, inwiefern der lokale Facheinzelhandel noch notwendig bzw. in welcher Form er zukunftsfähig ist. Dabei geht es unter anderem darum, welche Aufgaben er erfüllen soll und für welche Leistungen der Kunde bereit ist, zu bezahlen.

Sechs Studierendenteams qualifizierten sich bei einer internen Vorauswahl dafür, erfolgsversprechende Konzepte für den lokalen Facheinzelhandel sowie Beispiele für deren Übertragbarkeit einem Fachpublikum zu präsentieren. Die Jury, bestehend aus Ilona Schönle, Geschäftsführerin des Auftraggebers Buy Local, sowie Vertreter von deren Partnern C. H. Beck Verlag, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Faber Castell und Soennecken, zeigten sich begeistert und belohnten die zwei besten Teams mit Geldpreisen.

Interessante Ansätze waren beispielsweise ein Ladengeschäft, das fertig zusammengestellte Tüten mit Kochrezept für eine komplette Mahlzeit als „Rundum-Paket“ anbietet oder der Einsatz einer Schuhkamera, mit welcher die Ladenbesucher ihr Einkaufserlebnis direkt mit der Social Media Community teilen können. Einige Teams hoben insbesondere den persönlichen Kontakt sowie den Event-Charakter beim Shopping als Erfolgsrezept hervor.

Die Initiative Buy Local - Erlebe Deine Stadt eG, unterstützt den lokalen Einzelhandel mit gemeinsamen Kampagnen indem sie u.a. für die Vielfalt durch unabhängige Einzelhändler und Handwerker wirbt, welche wiederum Verantwortung für die Gesellschaft am Ort übernehmen sowie durch ihre Steuerabgaben soziale und kulturelle Einrichtungen mitfinanzieren.

Handelsstudierende präsentieren Werbeerfolgsstudie für STIHL

Studierende suchen in baden-württembergischen Städten Teilnehmende für die Werbeerfolgsstudie

04.07.2016

22 Studierende aus dem sechsten Semester des Studiengangs BWL-Handel der DHBW Stuttgart waren im Juni als Marktforscher in Baden-Württemberg unterwegs. Gegenstand war die Überprüfung der Wirkung aktueller nationaler und lokaler Großflächenplakate des Dualen Partnerunternehmens STIHL AG & Co. KG für die Zielgruppe der Garten- bzw. Gartengrundstücksbesitzer.

Von der Konzeption über die Durchführung bis hin zur Auswertung und Präsentation führten die Studierenden die repräsentative Studie in sieben verschiedenen baden-württembergischen Städten eigenständig durch. Ausgestattet mit Tablets als innovatives Erhebungsinstrument erhoben sie in Pforzheim, Ravensburg, Heidenheim an der Brenz, Villingen-Schwenningen, Emmendingen, Mosbach und Bad Mergentheim Daten von rund 450 Passantinnen und Passanten und befragten diese nach ihren Einschätzungen zu aktuellen Werbeplakaten der beiden Unternehmensmarken STIHL und VIKING. Konzipiert wurde das neue Kommunikationskonzept, das vor allem eine stärkere Integration der STIHL-Fachhändler zum Ziel hat, von der Münchner Agentur Local Branding Expert Group.

Die Studie fand im Rahmen eines sogenannten Integrationsseminars - einer praktisch-orientierten Vorlesung - statt. Die Ergebnisse wurden am 01. Juli 2016 an der DHBW Stuttgart vor einer achtköpfigen Jury, bestehend aus Hochschullehrenden, Beschäftigten des Zentrums für empirische Forschung und Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, präsentiert.

Passanten-Befragung für Einzelhandelsverband

Im Rahmen eines sogenannten praxisorientierten Integrationsseminars haben Studierende des sechsten Semesters im Frühjahr 2014 in mehreren Städten Baden-Württembergs Passanten-Befragungen durchgeführt. Themen waren unter anderem "Sauberkeit in der Stadt" und "Zufriedenheit mit dem Einzelhandel".

Ganz praktisch haben die Studierenden dabei etwas über Kundenmeinungen und -bedürfnisse erfahren. Anhand der Ergebnisse konnten sie außerdem Empfehlungen erarbeiten, wie Städte als attraktive Einkaufsorte weiterentwickelt werden können. Das Ganze erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Einzelhandelsverband Baden-Württemberg und in Göppingen sogar unter "den Augen" von Filstalwell TV.

Video-Quelle: filstalwelle tv gmbh, www.filstalwelle.de

Marktstudie: Macht es Sinn in Berlin-Neukölln ein Kreativkaufhaus zu eröffnen?

Studierende im fünften Semester haben im Frühjahr 2013 eine Machbarkeitsstudie für ein Kreativkaufhaus in Berlin-Neukölln durchgeführt. Einige Straßen dieses Stadtteil gehörten früher zu den Top-Einkaufsstraßen Deutschlands. Seit einigen Jahren stehen dort immer mehr Läden leer und die Kundschaft bleibt aus. Da sich im Viertel jedoch immer mehr Kreative und Designer niedergelassen haben, sollten die Studierenden herausfinden, ob die Eröffnung eines Kreativkaufhauses sinnvoll und wirtschaftlich sein kann.

Dafür haben sie vor Ort Kreative, Passanten und Beschäftige befragt. Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Befragungen haben die Studierenden ein Geschäftsmodell entwickelt, samt Sortimentsempfehlung und einer Strategie, wie man das Kaufhaus bewerben könnte. Und wie im Arbeitsleben präsentierten sie im Anschluss ihre Ergebnisse vor Designern, der Wirtschaftsförderung Neukölln und Grundstücksbesitzern.