Der Handel im TV & in den Medien

Hier finden Sie TV-Auftritte sowie Interviews und Berichte unserer Professoren aus dem Studiengang BWL-Handel der DHBW Stuttgart:

"Kosmetika aus der Apotheke" – Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-Marktcheck vom 04.02.2020

Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-Marktcheck

Im SWR-Marktcheck wurden zuletzt stichprobenartig einige Kosmetikprodukte aus der Apotheke auf ihre Inhaltsstoffe überprüft. Mitunter ist die Liste der Inhaltsstoffe lang und nur schwer zu verstehen. Eine nähere Untersuchung zeigt: Einige Produkte enthalten bedenkliche Stoffe, die unter Umständen sogar gefährlich sind. Verbraucher zeigen sich überrascht, teilweise sogar empört angesichts dieser Erkenntnisse. Eine Verbraucherin meint etwa, eigentlich müsse man in der Apotheke Vertrauen darauf haben können, dass keine schädlichen Stoffe in Produkten enthalten sind. „Wo sollte man denn sonst noch hin?“

Kaapke bestätigt dies: Apotheken seien aus Sicht der Verbraucher mit einer besonderen Kompetenz ausgestattet. Der Verbraucher gehe davon aus, dass ein in der Apotheke angebotenes Produkt eine besondere Wertigkeit besitzt. Das Produkt stehe nicht einfach nur wie in einer Drogerie im Regal, sondern ein – wenn es optimal läuft – im weißen Kittel befindlicher Mitarbeiter bekräftige den Kunden in seiner Kaufentscheidung: "Nehmen Sie das, da machen Sie alles richtig." Das Verkaufspersonal fungiere hier also sozusagen auch als Veredler der Ware.

Das besondere Vertrauen, das viele Konsumenten der Apotheke sowie der Kompetenz des Apothekenpersonals entgegen bringen, überträgt sich somit (ein Stück weit) auf die dort angebotenen Produkte. Diese Tatsache machen sich die Hersteller zunutze, um ihre Kosmetikprodukte zu an den Mann bzw. die Frau zu bringen, und dies zu einem deutlich höheren Preis als bspw. in der Drogerie.

"Wandel im Handel: Technologiemacht gegen Erlebnis" - Prof. Dr. Sven Köhler im Beitrag der Stuttgarter Nachrichten vom 07.11.2018

Prof. Dr Sven Köhler im Interview zu „Die Software kennt die Kunden besser als jeder Verkäufer“ – in den Stuttgarter Nachrichten vom 30.10.2018

Prof. Dr. Sven Köhlers Expertise zum Nestlé Boykott durch EDEKA - im Südkurier vom 19.02.2018

Prof. Dr. Andreas Kaapke im Interview vom 21.01.2018

Zu dem YouTube-Video mit Prof. Dr. Andreas Kaapke bei JAN TALKS

"Apotheke neu gedacht" bei JAN TALKS 2018 auf YouTube

Prof. Dr. Sven Köhlers Expertise zu "Nachhilfe für den Handel" - in der Wochenendesonderbeilage der Stuttgarter Zeitung am 16.12.2017

DHBW Studierende aus dem Studiengang BWL-Handel liefern "Frische Ideen für den Markt" - Allgäuer Anzeigeblatt am 14.12.2017

Prof. Dr. Andreas Kaape, Prof. Dr. Sven Köhler sowie DHBW Studierende führten Befragungen in Oberstdorf durch.

Pressebericht Studiengang BWL-Handel - Prof. Dr. Köhler in der Stuttgarter Zeitung am 29.11.2017

Teilnehmende amThemenabend der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart

Einmal im Jahr lädt die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart die Gewerbetreibenden zu einem Themenabend ein. Das Thema in diesem Jahr: „Stationär und Internet wachsen zusammen“. Prof. Dr. Sven Köhler, der an der DHBW Stuttgart im Studiengang BWL-Handel lehrt, stellte dem Fachpublikum den Einzelhandel der Zukunft vor und gab den Händlerinnen und Händlern wertvolle Tipps.

Wie kann der stationäre Einzelhandel in Zeiten des Internets überleben? Diese Frage lockte am 28. November 2017 rund 200 Gewerbetreibende in den großen Sitzungssaal im Stuttgarter Rathaus. Es ist kein Geheimnis, dass dem Einzelhandel große Herausforderungen bevorstehen: „Amazon wird nicht nur in unseren Wohnzimmern sein, sondern immer genau dort, wo wir uns gerade aufhalten. Dann wird es kein Warten und kein Bargeld mehr geben. Es wird ein Einkaufserlebnis sein, von dem wir uns derzeit noch keine Vorstellungen machen können.“, beschreibt Handelsexperte Köhler die Zukunft. Damit der Einzelhandel weiterhin wettbewerbsfähig bleibt, muss er die emotionalen und sozialen Motive der Kunden ansprechen, er muss sich inszenieren, so Köhler in seinem Kurzvortrag.

In der anschließenden Podiumsdiskussion stellten verschiedene Einzelhändler ihre innovativen Verkaufskonzepte vor. Metzger Stefan Bless lockt z. B. mit seinem Maultaschenkonfigurator Kunden in seinen Online-Shop und in seinen Laden. Parfümeriebesitzer Mathias Mußler kooperiert mit einem großen Parfümversand und bietet seiner Kundschaft ein neues Einkaufserlebnis an. Der neue Laden im Einkaufscenter Gerber funktioniert eher als Showroom für Kosmetik mit zahlreichen Dienstleistungen wie Schmink-Seminaren und Friseur-Leistungen. Durch solche ungewöhnlichen Konzepte heben sich die Händler von der Konkurrenz ab und setzten damit einen von Köhlers Tipps um: „Sie müssen anders sein, nicht besser.“

Prof. Dr. Sven Köhler im Interview zum Thema "Städischer Handel - Mehr als Rabatte und Aktionen" - IHK Magazin Wirtschaft Oktober 2017

Unter folgendem Link haben Sie die Möglichkeit den Bericht zu lesen: Das Interview beginnt ab Seite 14.

Prof. Dr. Sven Köhlers Expertise zu "Pop-up-Stores sollen junge Käufer ansprechen" - in der Filder Zeitung vom 18.08.2017

"Entwicklung innovativer Bezirkskonzepte" - Prof. Dr. Sven Köhler und Studierende der DHBW Stuttgart - Immobilienbrief STUTTGART am 08.08.2017

Prof. Dr. Sven Köhlers Expertise zu "Bezirke leiden unter Handelsboom in der City" - in den Stuttgarter Nachrichten am 26.07.2017

Prof. Dr. Sven Köhler in "Kauf vor Ort" – Round Table im Pressehaus am 19.07.2017

Prospekt-Angebote – nicht immer „günstige Schnäppchen“ – Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-Marktcheck am 18.04.2017

Wöchentlich flattern die Angebotsprospekte der Einzelhändler in die Briefkästen der Verbraucher und informieren über die aktuellen Topangebote und Schnäppchen. Die Sendung „Marktcheck“ am 18.04.2017 machte den „Schnäppchen-Check“ und zeigte, dass die Verbraucher hier oft in die Irre geführt werden. So werden angebliche „Knallerangebote“ teilweise zum gleichen oder gar günstigeren Preis von der Konkurrenz angeboten – und das ganz regulär. Bspw. wurde ein Set Sahne Pudding von Danone bei Penny 37 Prozent billiger angeboten als sonst, reduziert von 1,79 auf 1,11 Euro. Allerdings kostete das gleiche Produkt bei Edeka regulär nur 99 Cent. Handelt es sich im Lebensmittelbereich "nur" um Centbeträge, können bspw. bei Technikprodukten die Preisunterschiede zwischen dem vermeintlichen "Megaschnäppchen" und dem Alternativpreis schon im dreistelligen Eurobereich liegen. Den im Prospekt einer Expert-Filiale für 1.799 Euro beworbenen Fernseher bspw. gab es im Internet schon für 1.539 Euro - also über 200 Euro günstiger. Generell fällt auf, dass gerade hinter Preisen, die besonders auffallend sowie groß und fett hervorgehoben werden, häufig die geringste Ersparnis steckt. Teilweise lösen die Händler auch mit Slogans wie „Nur für kurze Zeit“ ein Gefühl des Zeitdrucks beim Kunden aus, sodass dieser eine Art Verlustangst verspürt und das Angebot nicht „verpassen“ will.

Die vermeintlichen Schnäppchen sollen vor allem Kurzentschlossene ansprechen, die die Produkte gar nicht auf dem Einkaufszettel haben – ein klassischer Mitnahmeeffekt. Das weiß auch Prof. Dr. Andreas Kaapke. Für ihn ist klar: solange der Handel mit der „Verdopplung oder Verdreifachung irgendwelcher marktschreierischer Aktionen wie Preishammer, Jubiläumsangebot“ usw. Erfolg hat und steigende Absätze generieren kann, wird er diesen Hebel auch weiterhin einsetzen.

Mit Centprodukten Kasse machen – Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-Marktcheck am 24.01.2017

Rasierklingen, Kaffeekapseln und Druckertinte sind nur einige Beispiele für Produkte, die in der Herstellung nur ein paar Cent kosten, deren Verkaufspreis aber ein Vielfaches dessen beträgt. Der SWR Marktcheck ging der Frage nach, wie es zu diesen Mondpreisen kommt und wie Hersteller diese rechtfertigen. Weshalb Kunden oft bereit sind, die hohen Preise auch zu zahlen, erklärt Prof. Dr. Kaapke.

Satte Gewinnspannen erzielen bspw. Hersteller von Druckerpatronen: verkauft wird eine Patrone für teilweise mehr als 30 Euro. Die tatsächlichen Kosten inkl. Herstellungs- sowie Marketing- und Entwicklungskosten schätzt Kaapke dagegen auf sechs bis zwölf Euro. Für viele andere Produkte des täglichen Bedarfs wie Rasierklingen oder Kaffeekapseln werden ähnlich überteuerte Preise verlangt. Diese werden u.a. durch ein aufwändiges Marketing in die Höhe getrieben: Testimonials wie George Clooney (Nespresso) oder Thomas Müller (Gilette) „sind natürlich nicht für wenig Geld zu bekommen. Die kennen ihren Marktwert und das wird auf das einzelne Produkt umgelegt", so Prof. Dr. Kaapke.

Letzten Endes ist nicht nur die Markenstärke bzw. Markenwahrnehmung entscheidend dafür, warum die Kunden bereit sind, die überhöhten Produktpreise zu zahlen. Prof. Dr. Kaapke führt auch die sog. „technologische Kundenbindung“ an: Das Druckermodell, in das nur eine ganz bestimmte Patrone passt, die Kaffeemaschine, die nur ganz bestimmte Kapseln schluckt, die elektrische Zahnbürste, auf die sich nur originale Bürstenköpfe stecken lassen. Zudem erklärt Prof. Dr. Kaapke, seien bestimmte Produktmarken – wie bspw. Red Bull oder Apple – so stark, dass der Kunde nicht mehr preissensibel, sondern in erster Linie markenbewusst agiert.

Bio im Discounter – Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-Marktcheck vom 25.10.2016

Discounter bieten immer mehr Bio-Produkte an – und das meist deutlich günstiger als die regulären Bio-Läden. Marktcheck geht den Fragen nach, wie es die Discounter schaffen, die Bio-Produkte so günstig anzubieten, wie viel Bio tatsächlich im Discounter-Bio steckt und welche Erwartungen die Verbraucher an die Bio-Qualität haben. Die Preisgünstigkeit der Bio-Produkte erklärt Kaapke zum einen mit den hohen Einkaufsmengen der Discounter und den damit realisierten Rabatten. Zum anderen führt er die Möglichkeit einer Mischkalkulation an: aufgrund ihrer strategischen Bedeutung subventioniere der Discounter Bio-Artikel bis zu einem gewissen Grad. Der Gewinn ist hier nachrangig, ihn „holt sich“ der Discounter bei anderen (konventionellen) Artikeln wieder.

Das preisgünstige Angebot der Bio-Produkte bewirkt auch eine höhere Nachfrage. Der Bedarf lässt sich kaum mehr allein durch regional oder in Deutschland produzierte Produkte decken. Mehrheitlich werden die Bioprodukte der Discounter oder auch die Zutaten dieser Produkte daher importiert. Kaapke spricht hier von einem Multiplikatoreffekt: der Discounter „holt sich die Masse im Ausland“ und kann damit Bio in großen Mengen anbieten. Damit wird Bio zunehmend „hoffähig für alle Konsumentengruppen“, was die Nachfrage wiederum steigert: „Jetzt wollen es auch plötzlich alle haben.“ Dies wiederum führe dazu, dass der Discounter noch mehr Menge benötigt usw. Die Ökobilanz bleibt dabei wohl auf der Strecke.

Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-MARKTCHECK vom 28.06.2016

Der Discounter Aldi setzt immer mehr auf Markenartikel. Lange galt die Devise: Eher knappes Sortiment, fast nur Eigenmarken, die aber unschlagbar günstig. Vorbei die Zeiten. Fast monatlich nimmt Aldi mittlerweile ein neues Markenprodukt in sein Sortiment auf. Der Marktcheck zeigt auch: Die Discounter Aldi wie auch Lidl bieten die Markenartikel auch tatsächlich günstiger an, als die Supermarkt-Konkurrenz. Prof. Dr. Andreas Kaapke sieht zweierlei Vorteile in der Markenstrategie: Ein breiteres Sortiment macht den Einkauf für bestehende Kunden aufgrund der größeren Auswahl noch attraktiver, es werden dadurch aber zudem neue Kunden angesprochen.

Auch die Ladengestaltung von Aldi verändert sich: Die neuen Aldi Filialen erscheinen in einer höherwertigen Optik, Ware wird nicht mehr in Paletten präsentiert, die Gestaltung ist großzügiger und es gibt mehr frisches Obst und Gemüse. Damit tut es Aldi Lidl gleich. Doch Prof. Dr. Kaapke warnt: Ein Discounter müsse von den Konsumenten noch als Discounter wahrgenommen und als solcher erkennbar bleiben. Verwischen die Grenzen zwischen Discountern und klassischen Supermärkten zu sehr, kann das Preisimage der Discounter ins Wackeln geraten.

Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-MARKTCHECK vom 22.03.2016

Bei Lidl heißen sie "Deluxe", bei Aldi "Gourmet". Im SWR-MARKTCHECK am 22.03.2016 wurden die Luxus-Produkte der Discounter genauer unter die Lupe genommen, da gerade zu Ostern wie auch zu anderen Festtagen die Regale besonders gut mit diesen Produkten bestückt sind. Prof. Dr. Andreas Kaapke erklärt: „Vor Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten sind Kunden eher bereit, etwas mehr Geld auszugeben. Und das greifen die Discounter über solche Luxus-Sortimente besser ab als über das Standard-Sortiment.“ Die Verpackung, mit edler Schrift verziert, „wirkt sehr hochwertig und das lädt auf die Preisbereitschaft, sodass der Kunde dann einen höheren Preis zahlt – selbst beim Discounter“, so Prof. Dr. Kaapke weiter. Kunden sowie ein Sternekoch testeten die Qualität und den Geschmack der Produkte. Das Ergebnis: Nur weil Gourmet oder Deluxe draufsteht, stecken noch lang keine Delikatessen drin. Die Werbung verspricht mehr als die Produkte halten können.

Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR-Marktcheck vom 08.03.2016

Am 08. März 2016 war Prof. Dr. Andreas Kaapke im SWR Fernsehen in der Sendung “MARKTCHECK” zu sehen und äußerte sich zu der Thematik des „Gender Pricing“.

In dem Beitrag widmet er sich der Frage, warum Frauen für viele Produkte mehr bezahlen müssen als Männer – und das branchenübergreifend. Ob bei Hygieneartikeln, im Bau- oder Elektronikmarkt oder bei Dienstleistungen, manchmal reicht allein eine andere Farbe für den Preisaufschlag.

Prof. Dr. Andreas Kaapke erklärt, warum Frauen bei bestimmten Produkten bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen und wie Hersteller und Handel diese erhöhte Preisbereitschaft ausnutzen.

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