Highlights & News Angewandte Hebammenwissenschaft - Hebammenkunde

Ein Gastvortrag der besonderen Klasse: Guest Lecture mit Dr. Andrew Symon

Die DHBW Stuttgart durfte vergangenen Donnerstag einen besonderen Gast begrüßen: Dr. Andrew Symon folgte ehrenwerterweise der Einladung des Studienfachbereichs Gesundheit und stellte in seinem Gastvortrag den Framework “Quality Maternal and Newborn Care” (QMNC) sowie weltweit begleitende Forschungsprojekte vor und diskutierte diese mit den Studierenden der “Angewandten Hebammenwissenschaft”.

Er selbst ist international renommierte Hebamme und Forscher.

Der QMNC Framework beschreibt die Komponenten und Merkmale einer qualitativ hochwertigen Versorgung von schwangeren Frauen und ihren Neugeborenen und dient auch als Instrument zur Messung der klinischen wie außerklinischen Qualität in der weltweiten Hebammenarbeit unabhängig der jeweils variierenden medizinischen Standards.  Die generierten Daten können als (Bewertungs-) Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen und Kostenträger herangezogen werden.  Verdeutlicht wurde die direkte Korrelation zwischen Qualität der (Aus)Bildung der Hebammen und der Qualität der Hebammenarbeit selbst. Im Studium leistet die Auseinandersetzung mit der Qualität der eigenen Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Hebammenprofession.

Dr. Symon gab einen spannenden Einblick in die laufenden internationalen Forschungsprojekte sowie in die Vernetzung der Forschenden.

Beeindruckend, welchen Erkenntnisgewinn durch Forschungsprojekte wie diese erzielt werden können, gleichermaßen, welch ein Potenzial zur Versorgungsverbesserung für Frauen, Schwangere, Gebärende, Mütter und deren ungeborene wie geborene Kinder daraus wachsen kann.

Wir danken Dr. Andrew Symon für seine fundierten Informationen, seine großartige Inspiration und Motivation.

32. Kongress der International Confederation of Midwives

 32. International Confederation of Midwives

Alle drei Jahre lädt die International Confederation of Midwives (ICM) die Hebammen (m/w/d) der Welt zu einem mehrtägigen Kongress. Die ICM vertritt Hebammenorganisationen aus 124 Ländern aller Kontinente und repräsentiert mehr als eine Million Hebammen. Sie arbeitet eng zusammen mit der WHO, der UNFPA und internationalen Berufsorganisationen wie der International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO), der International Pediatric Association (IPA) und dem International Council of Nurses (ICN).

Nach 2017 in Toronto sollte der 32. Kongress 2020 im Mai auf Bali stattfinden. Wie so viele Veranstaltungen in diesem Pandemiejahr, musste der Kongress abgesagt werden und wird nun als erster virtueller internationaler Hebammenkongress an fünf Tagen, jeden Mittwoch im Juni 2021 abgehalten. Alle Sessions werden aufgezeichnet, damit Hebammen in jeder Zeitzone von den Vorträgen und Workshops profitieren können.

Das FEM Projekt (Future Education in Midwifery) wird mit einem Poster und einem Video, das die live Posterpräsentation vor Ort ersetzt, dort vertreten sein. Eingereicht und angenommen wurde das Abstract mit ersten Ergebnissen aus der Begleitforschung 2019 für die Präsenzveranstaltung auf Bali. Das FEM-Projekt wurde im Juli letzten Jahres abgeschlossen und der daraus hervorgegangene Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft berufsintegrierend erfolgreich akkreditiert. Er richtet sich an beruflich qualifizierte Hebammen, die in drei Jahren berufsintegrierendem Studium den Bachelor of Science erwerben.

Auf dem 32. ICM Kongress werden 706 Arbeiten präsentiert, in Form von Vorträgen, Workshops, 3-Minuten-Sessions und Postern. Wir freuen uns, das FEM Projekt mit inzwischen aktualisierten Ergebnissen aus den Befragungen des ersten Kurses dort einem internationalen Fachpublikum vorstellen zu können. Dargestellt werden exemplarisch die Studienmotivation zum Studienstart und die selbsteingeschätzte Kompetenzentwicklung der Studierenden nach der Hälfte des Studiums. Zur Gestaltung haben unsere neuen Kolleginnen im Team der Hebammenwissenschaft, Maria Casado-Bernert und Vera Sinning, entscheidend beigetragen.

Hebammen an die Hochschule

SWR 2 Wissen, Beitrag vom 16.1.2021: