Erfahrungsberichte von Studierenden der DHBW Stuttgart

Anke Kampmann, Angewandte Pflegewissenschaft

Warum haben Sie sich für ein Studium an der DHBW Stuttgart entschieden?

Anke Kampmann

Nach einer längeren Familienphase habe ich nach meinem Wiedereinstieg einige Jahre als Krankenschwester auf einer kardiologischen Station gearbeitet. Zunächst absolvierte ich eine Weiterbildung zur Pflegeexpertin für Menschen mit Herzinsuffizienz. Diese weckte mein Interesse „Weiterzulernen“, ein Studium hatte ich dabei zunächst nicht im Kopf.

Der Flyer der DHBW zum Bachelorstudiengang „Angewandte Pflegewissenschaft“ ist mir eher zufällig in die Hände gefallen und weckte mein Interesse, da der Studiengang auch explizit „ältere“ Pflegende mit Berufserfahrung anspricht und berufsbegleitend ist. Inhaltlich ist der Studiengang breit angelegt und an der Praxis orientiert, was für meine Entscheidung auch ausschlaggebend war, da mir die Nähe zum Patienten sehr wichtig ist.

Die Präsenzphasen mit zweimal zwei Wochen pro Semester schienen auch mit Familie realisierbar. Hinzu kam, dass mein Arbeitgeber meine Idee unterstützte. Für mich und meine persönliche Situation war es das passende Gesamtpaket. Mit Mitte 40 startete ich 2014 ins „Abenteuer Studium“.

Wie hat Ihnen das Studium an der DHBW Stuttgart gefallen?

Im Herbst 2017 habe ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen. Rückblickend war es genau die richtige Entscheidung, auch wenn ich zwischendurch - gerade in Prüfungsphasen - einige Male an meine Grenzen geriet. Die Koordination Studium, Arbeit, Familie und Freunde war zeitweise nicht einfach. Inhaltlich habe ich ein sehr gutes pflegewissenschaftliches Grundwissen erhalten, ebenso zum wissenschaftlichen Arbeiten. Verschiedene Wahlmodule ermöglichten mir überall hineinzuschnuppern beziehungsweise meinen Interessen zu folgen. Bei Problemen oder Fragen war das Leitungsteam jederzeit persönlich ansprechbar. Durch die geforderten Projektarbeiten bin ich frühzeitig auf „mein Thema“ gestoßen, das ich während des gesamten Studiums inklusive der Bachelorarbeit wissenschaftlich weiterbearbeitet habe.

Wir waren ein kleiner Studienjahrgang, was zu einem tollen Zusammenhalt führte und wir uns gerade in Prüfungsphasen immer intensiv austauschten und pushten. Im letzten Jahr in Stuttgart habe ich mir Gedanken gemacht, wie es für mich danach weitergehen soll. Ich entschied mich für den Master APN an der University of Applied Sciences in Frankfurt, da dieser sowohl inhaltlich, also auch von den Rahmenbedingungen am Besten passt. Ich habe hier aktuell die Möglichkeit an „meinem Thema“ aus der Praxis weiterzuforschen und es voranzubringen. Hierbei kann ich auf gute Grundlagen aus Stuttgart zurückgreifen. Akademisierten Pflegekräfte im direkten Patientenkontakt, nicht nur im Management oder in den Schulen, gehört meiner Meinung nach die Zukunft und ich finde es sehr spannend, dabei zu sein.

Welche Tipps können Sie Studieninteressierten geben?

Ein berufsbegleitendes Studium stellt immer eine große Herausforderung dar. Meine Empfehlung ist, soweit es möglich ist die Arbeitszeit zu reduzieren, wie es auch für den Studiengang empfohlen wird. Wichtig ist auch sich immer wieder Auszeiten von Arbeit und Studium zu nehmen um den Kopf frei zu bekommen und neue Kräfte zu sammeln.