Wirtschaftsingenieurwesen - Facility Management

Neubau Technik

Facility Management ist eine Studienrichtung des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen. Allgemeingültige Informationen zu Studieninhalten und dem Studienverlauf sind auf den Detailseiten des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zu finden.

Was ist Facility Management und was macht ein Facility Manager?

Facility Management (FM) ist eine Managementdisziplin, welche die notwendigen Unterstützungs- (Sekundär-) Prozesse des Kerngeschäfts eines Unternehmens vereint. Dabei stehen Arbeitsplatzgestaltung, Werteerhalt und Kapitalrentabilität im Fokus des Facility Managers (www.gefma.de/berufsbild.html). Facility Management optimiert auf der Basis eines ganzheitlichen und lebenszyklusbezogenen Managementansatzes die Wirtschaftlichkeit und Werterhaltung von Immobilien, Anlagen und anderen infrastrukturellen Einrichtungen von Unternehmen und Organisationen.
Facility Management Prozesse gewährleisten einen störungsfreien Betriebsablauf und schaffen gleichzeitig optimale Produktions- und Arbeitsbedingungen für Menschen in Unternehmen und Organisationen. Eine ausführliche Beschreibung der grundsätzlichen Einsatzprofile mit den wichtigsten Charakteristika der beruflichen Tätigkeiten in den Haupteinsatzfeldern eines Facility Managers gibt die neue Broschüre "Der Facility Manager - ein vielfältiges Berufsbild".

Studierende berichten von ihren Erfahrungen beim Studium WIW-Facility Management:

Brandschutzübung DHBW Stuttgart

Warum haben Sie sich für ein duales Studium mit dem Schwerpunkt FM entschieden?
Elena: „Dass ich dual studieren wollte, war mit schon relativ früh klar. Die üblichen Aspekte, die für ein duales Studium sprechen, wie z.B. der finanzielle Aspekt und die Verknüpfung von Theorie und Praxis, sind sicherlich allgemein bekannt. Was mich allerdings über die zwei Punkte hinaus interessiert hat, war der Schwerpunkt FM. Die Frage was FM genau ist oder was ein „FM-ler“ in der Praxis alles macht, konnte zu Beginn des Studiums nicht eindeutig beantwortet werden. Das ging denke ich sehr vielen aus dem Kurs so und machte das Thema jedoch nur noch spannender. Aus den Studieninhalten wurde sofort klar, dass das Studium sehr vielseitig und breit gefächert ist, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist. In Verbindung mit den Praxisphasen im Unternehmen, den zahlreichen Exkursionen in den Theoriephasen oder den vielen Teamarbeiten, war die Kombination aus Theorie und Praxis genau richtig. Durch die zunehmende Digitalisierung, die auch die FM Branche gravierend verändert, wird man ständig vor neue Herausforderungen gestellt und langweilig wird es garantiert nie.“

Steffen: „Mich hat die Immobilienbranche schon immer sehr interessiert, jedoch wollte ich keinen rein kaufmännischen Studiengang belegen. Nachdem ich mich mehr mit FM und dessen Aufgaben auseinandergesetzt habe, empfand ich die Themen für mich gut geeignet. Mir gefällt der Mix aus bautechnischen und immobilienwirtschaftlichen Themen in einer zukunftsorientierten Branche. Die Kooperation mit einem großen Unternehmen und die direkte Verknüpfung von Theorie und Praxis waren für mich die Gründe, das Studium dual zu absolvieren.“

Wie empfinden Sie die Kurs Atmosphäre während den Theoriephasen?
Elena & Steffen: „Im Vergleich zu anderen Hochschulen, war unser Kurs eher klein. Dadurch ergaben sich einige Vorteile:

  • ein gutes und persönlichen Dozenten-Studierendenverhältnis
  • direkte Unterstützung durch Dozenten im Einzelfall
  • angenehme Grundgrößen bei Teamaufgaben
  • regelmäßiger Erfahrungsaustausch untereinander
  • gemeinsame Freizeitaktivitäten
  • abwechslungsreiche Aktivitäten während der Theoriephase, wie z.B.
    Summer-School, Exkursionen oder Kick-Off Veranstaltungen“

Welche Vorlesungen haben Sie am meisten überzeugt?

Elena: „Mich persönlich hat die Vorlesung zum Thema Brandschutz überzeugt. Einige Berührungspunkte mit dem Themenfeld im Unternehmen weckten mein Interesse sehr schnell. Während den Theoriephasen wurde nicht nur die reine Theorie behandelt. Eine Exkursion bei der Feuerwehr, ermöglichte es uns, auch den ausführenden Brandschutz besser kennen zu lernen. Auch die Begehung und Analyse eines Bestandsgebäudes aus Brandschutzsicht, ließ uns die in der Theorie gelernten Grundlagen direkt in der Praxis anwenden. Dies war auch für die späteren Praxisphasen eine wertvolle und nützliche Erfahrung.“

Steffen: „Mir haben immer besonders die technischen Vorlesungen gefallen. Dabei würde ich Bau- und Gebäudetechnik als meine Lieblingsvorlesung bezeichnen. Hierbei erlangten wir fundamentiertes Wissen über den Aufbau und die Funktionsweise der technischen Anlagen einer Immobilie sowie über die Baukonstruktion.“

Was würden Sie zukünftigen Studierenden mit auf dem Weg geben?
Elena & Steffen: „Wir würden euch empfehlen, schon bereits während des Studiums ein möglichst großes Netzwerk aufzubauen und dies auch im späteren Berufsalltag zu pflegen. Des Weiteren solltet ihr die Chance nutzen, eure Dozenten während den Vorlesungen Löcher in den Bauch zu fragen, da diese über enorm wertvolle Praxiserfahrung verfügen. Unser dritter Punkt, den wir euch mit auf dem Weg geben wollen ist, regelmäßig etwas mit euren Kommilitonen zu unternehmen, um das Gruppengefühl für jegliche Zusammenarbeit auch über das Studium hinaus zu stärken.

Warum haben Sie sich für ein Studium an der DHBW Stuttgart entschieden?
Da ich in einem ingenieurwissenschaftlichen Beruf arbeiten wollte, war ein Studium erforderlich. Um dabei auch berufliche Handlungs-kompetenz aufzubauen, ist für mich die Ausübung einer praktischen Tätigkeit unverzichtbar. Mit der DHBW konnte ich diese beiden Anforderungen verbinden und durch die Vernetzung von Theorie und Praxis eine solide Vorbereitung auf den beruflichen Alltag erlangen. Klar ist, dass lange Semesterferien während des dualen Studiums ein Traum bleiben und dass auch mal das ein oder andere Wochenende für Modulaufgaben entbehrt werden muss. Der Gedanke, während des Studiums durch eine Ausbildungsvergütung finanziell unabhängig zu sein und die Aussicht einen leichten Berufseinstieg zu finden, stärkt jedoch die Entscheidung für ein dualen Studiums. Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Facility Management in Form eines dualen Studiums war für mich besonders interessant, da durch die Vielseitigkeit der Unterrichtsinhalte und der wechselnden Theorie- und Praxisphasen viel Abwechslung geboten wird. Ebenso hat das duale Studium in der Berufswelt an Ansehen gewonnen und bietet häufig einen Vorteil gegenüber zukünftigen Mitbewerbern.

Wie gefällt Ihnen Ihr Studium an der DHBW Stuttgart?
Während den Theoriephasen profitiert unser Studiengang von den praxisnahen Erfahrungen der DozentInnen. GeschäftsführerInnen, Rechtsanwälte, Selbständige und MitarbeiterInnen aus kleinen und großen Unternehmen lehren nebenberuflich an der DHBW und vermitteln somit aktuelles Wissen aus Ihren Geschäftsbereichen. Besonders gut gefallen mir die Projekte während der Theoriephasen, bei denen ich neue technische Geräte ausprobieren kann, die in der Facility Management Branche Einsatz finden. Die Studiengangsleitung und die Lehrbeauftragten achten gut darauf, dass aktuelle Themen der Branche in die Vorlesungen einfließen, sodass ich am aktuellen Denken und Geschehen der Branche teilhaben kann. Somit begeistern mich auch Themen wie „Industrie 4.0“, „Digitalisierung“, „Big Data“ und „neue Technologien im Bereich der Gebäudetechnik“. Während der Praxisphasen bietet mir mein dualer Partner die Möglichkeit, durch eigene Projekte selbstständig zu arbeiten und gibt mir einen Einblick wie die theoretisch gelernten Geschäftsprozesse in der beruflichen Realität ablaufen. Auch durch die große Vielfalt der Ausbildungsbetriebe und die unterschiedlichen Erfahrungen meiner Kommilitonen sind die Lehrveranstaltungen besonders dynamisch und interessant.

Welche Tipps können Sie Studieninteressenten geben?
Wenn Unternehmen und DHBW nicht im gleichen Ort bzw. im Umkreis liegen, sollte man während der Theoriephasen das Angebot einer Unterkunft im Wohnheim in Anspruch nehmen oder die Wohnungsbörse für DHBW-Studierende auf Facebook nutzen. Außerdem empfehle ich eine Firma zu wählen, in der man verschiedene Abteilungen durchlaufen und somit möglichst viele interessante Einblicke in Berufsalltag sammeln kann.

Warum Facility Management an der DHBW Stuttgart studieren?

Über unsere Ausbildungspartner ist die Studienrichtung eng mit der Praxis des FM verknüpft. Durch die Mitarbeit in den führenden Branchenverbänden GEFMA e.V. (www.gefma.de/), RealFM e.V. (www.realfm.de/) und auf internationaler Ebene in EuroFM (www.eurofm.org/) und IFMA (www.ifma.org/) sind die Studieninhalte immer auf dem aktuellen Wissensstand. In enger Abstimmung mit den Qualifikationsbedarfen der beruflichen Praxis hat die DHBW Stuttgart die Studienrichtung FM in den letzten Jahren zu einem innovativen und den Anforderungen des Marktes entsprechenden Studienangebot entwickelt. Seit dem Jahr 2000 bilden wir mit Unternehmen und Non-Profit Organisationen aus allen Wirtschaftszweigen hoch qualifizierte Wirtschaftsingenieure aus, die als Generalisten die Planung, Realisierung und Bewirtschaftung von Liegenschaften bzw. infrastrukturellen Einrichtungen begleiten. Für Absolventen mit dem Qualifikationsprofil des Wirtschaftsingenieurs der Studienrichtung Facility Management bestehen somit exzellente Berufs- und Karrierechancen in einer innovativen und spannenden Branche.

Studieninhalte und Studienführer

Im Wesentlichen setzt sich das Programm der Studienrichtung Facility Management aus zwei übergeordneten Themengebieten zusammen; zum einen umfasst es die grundlegenden Fächer des Wirtschaftsingenieurwesens bestehend aus: Naturwissenschaftliche Grundlagen (mit Mathematik, Statistik, Technischer Physik und Informatik), Betriebswirtschaftliche und Gesellschaftswissenschaftliche Grundlagen (mit BWL, VWL und Recht), Angewandte Informatik sowie Schlüsselqualifikationen (Englisch – zusätzliche Sprachen sind fakultativ möglich- und Personal Skills). Im Rahmen der Ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen erfolgt durch die Fächer Bau-/Gebäudetechnik, Bauentwurf/Baukonstruktionslehre und Baustoffkunde eine konsequente Ausrichtung auf die zentralen Problem- bzw. Aufgabenstellungen des FM.

Zum anderen beinhaltet das Studienprogramm Kernthemen des FM, bestehend aus Fächern der Immobilienökonomie (wie Immobilienrecht, Immobilienbewertung, Projektentwicklung, Corporate und Public Real Estate Management, Projektsteuerung und Immobiliencontrolling) und Fächern des Technischen Gebäudemanagement (wie Bestandsdatenerfassung/Datenmanagement, Bauschäden, Sanierungstechnologien und Sanierungsmanagement).

Darauf aufbauend haben die Studierenden die Möglichkeit, sich in zwei Vertiefungsrichtungen zu spezialisieren:

1. Facility Services

In der Vertiefung Facility Services erfolgt eine Spezialisierung in den „klassischen“ FM-Aufgaben der Serviceprozesse in kaufmännischer und infrastruktureller Hinsicht sowie dem Flächen- und Prozessmanagement.

2. Facility Engineering

In der Vertiefung Facility Engineering erfolgt mit den Fächern Energiemanagement, Instandhaltungsmanagement und Versorgungstechnik eine technische Schwerpunktlegung des Studiums.

Für weitere Fragen und Informationen steht Ihnen auch der Studiengangsleiter gerne zur Verfügung.

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