Erziehungshilfen/Kinder- & Jugendhilfe

Studierende

Hinweis: Wegen der großen Nachfrage an Studienplätzen wurde die Studienrichtung geteilt. Professor Dr. Moch (Erziehungshilfen 1) und Professor Dr. Finkel (Erziehungshilfen 2) sind jeweils für einen Teil der Einrichtungen sowie die Studierenden in diesen Einrichtungen zuständig. Es werden jedoch die gleichen Studieninhalte vermittelt.

Die Studierenden der Studienrichtung Erziehungshilfen/Kinder- und Jugendhilfe beschäftigen sich mit Fragen der

  • Unterstützung,
  • Erziehung und
  • Förderung von jungen Menschen und Familien

in belastenden Lebenslagen im Kontext stationärer, teilstationärer und ambulanter Hilfen zur Erziehung. 

Ziel ist,

  • die Studierenden mit den Bedingungen vertraut zu machen, unter denen Soziale Arbeit im Feld der Erziehungshilfen agiert,
  • sie mit dem relevanten theoretischen und methodischen Wissen auszustatten, um in diesem Handlungsfeld angemessen handeln zu können.

Die Studierenden eignen sich Wissen an über

  • das System der Kinder- und Jugendhilfe im Allgemeinen sowie die Strukturen der erzieherischen Hilfen im Besonderen,
  • die gegenwärtigen Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien und das Aufwachsen in belasteten Familienkonstellationen,
  • die Grundlagen des pädagogischen Handelns in den Erziehungshilfen,
  • ein differenziertes Methodenrepertoire in der Unterstützung belasteter junger Menschen und ihrer Familien. 

Die Absolventen und Absolventinnen sind in der Lage, in den unterschiedlichen Institutionen der Erziehungshilfe auf der Grundlage einer sozialpädagogischen Haltung für individuelle Bedarfslagen junger Menschen und ihrer Familien angemessene Lösungsansätze zu entwickeln.

Sie kennen und reflektieren charakteristische Spannungsfelder der Sozialen Arbeit im Bereich der Erziehung und Förderung von jungen Menschen und Familien.

Die Studierenden absolvieren zunächst ein generalistisches Studium der Sozialen Arbeit.

Die Studieninhalte der Studienrichtung "Erziehungshilfen/Kinder- und Jugendhilfe" umfassen darüber hinaus folgende Aspekte:

  • Lebensweltorientierung als grundlegendes Konzept der Erziehungshilfen
  • Rechtliche Grundlagen der Erziehungshilfen/Kinder- und Jugendhilfe
  • Angebotsformen, Arbeitsfelder und Settings der Hilfen zur Erziehung
  • Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe/Erziehungshilfen: Aufgaben und Kooperation
  • Geschichte und Kritik stationärer Erziehungshilfen
  • Lebensphasen Kindheit und Jugend, Lebenslagen von Familien
  • Aufwachsen in belasteten Lebenslagen und Folgen: Bindungsverhalten, Lern- und Leistungsstörungen, soziales Verhalten, psychische Störungen, Sucht, selbstverletzendes Verhalten
  • Pädagogik der Hilfen zur Erziehung: der Ort, das pädagogisch-therapeutische Milieu, erwachsene und gleichaltrige Bezugspersonen
  • Sozialpädagogische Diagnostik und Fallverstehen
  • Partizipation als Charakteristikum einer Erziehung zur Selbständigkeit
  • Hilfeplanung
  • Spezifische methodische Ansätze (u.a. Medienpädagogik, Biografiearbeit)
  • Trauma: Folgen und Unterstützungsmöglichkeiten
  • Deeskalation und Krisenintervention
  • Sozialraum- und Netzwerkarbeit: Kooperation mit beteiligten Institutionen
  • Reflexion der eigenen Praxis beim Dualen Partner
  • Exkursionen in Einrichtungen der Erziehungshilfe
  • Erziehungshilfen in anderen europäischen Ländern

Auslandsaufenthalte im Praxissemester sind nach Abstimmung mit der Ausbildungseinrichtung möglich.

Die Curricula für den Lernort Praxis und den Lernort Hochschule finden Sie unter "Downloads".

Der Studienverlauf stellt kursübergreifend die zeitliche Aufteilung in Theorie- und Praxisphasen für die einzelnen Jahrgänge dar. Außerdem enthält er wichtige Termine, die schon vor Beginn des Studiums feststehen.

Das Studierendenportal enthält ausführliche Informationen zu allen Themen, die die Organisation des Studiums betreffen, zum Beispiel Infos rund um:

  • Prüfungsleistungen
  • Vorlesungspläne
  • Studierendenausweis
  • und vieles mehr!

Die Absolventen und Absolventinnen können in allen Bereichen Sozialer Arbeit tätig werden. Die Zukunftsperspektiven sind hervorragend: Knapp 80 Prozent der Studierenden finden direkt nach ihrem Bachelor-Abschluss einen Arbeitsplatz.

Für besonders qualifizierte Absolventinnen und Absolventen bietet die DHBW zudem ein berufsintegrierendes und berufsbegleitendes Master-Programm im Bereich Sozialer Arbeit mit Abschluss Master of Arts (M.A.) an:

Kurzportrait Erziehungshilfen/Kinder- & Jugendhilfe

Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter/Sozialarbeiterin bzw. Sozialpädagoge/Sozialpädagogin
Regelstudienzeit: 3 Jahre (Theorie & Praxis im 3-monatigen Wechsel)
Bewerbung:
Zulassung:
Charakteristika: Studium der Sozialarbeit und Sozialpädagogik mit dem Fokus auf Erziehungshilfen / Kinder- und Jugendhilfe
Studienschwerpunkte: Soziologie, Pädagogik, Philosophie, Psychologie, Methoden der stationären, teilstationären und ambulanten Erziehungshilfen 
Tätigkeitsfelder: Förderung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Wohngruppen und Tagesgruppen, in Kinderdorfgruppen, in Gruppen mit therapeutischer Ausrichtung oder Intensivwohngruppen, in geschlossenen Einrichtungen sowie die jeweilige Zusammenarbeit mit den Eltern
Duale Partner: Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe - Diakonie, Caritas, PARITÄT, Arbeiterwohlfahrt, Städte und Gemeinden u.a. - mit ihren Einrichtungen und Diensten (z. B. Heime für Kinder und Jugendliche, Tagesgruppen-Angebote, Intensivangebote für Kinder und Familien, stadtteilorientierte Wohnprojekte)
Studienbeginn: 1. Oktober
ECTS-Punkte: 210

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