Das interdisziplinäre studentische Forschungsteam, unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Kuhn und Prof. Dr. Harald Mandel, skizzierte zunächst das Forschungsdesign: Im Erhebungszeitraum der Studie von Dezember 2019 bis Januar 2020 wurden in 14 deutschen Städten die Mobilitätskonzepte Share Now, Stadtmobil, Uber, Call a Bike, Lime, Stella, Flixbus und BlaBlaCar durch Studierende getestet und eine Befragung von Passantinnen und Passanten sowie eine Onlineumfrage durchgeführt.

Dann präsentierten sie die Ergebnisse. Hierzu zählen unter anderem:

  • Über 40 Prozent der Befragten kennen die „neuen Mobilitätskonzepte“ überhaupt nicht.
  • Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil der tatsächlichen Nutzer*innen an den jeweiligen Mobilitätskonzepten.
  • Nachholbedarf sehen viele Nutzende bei der „Usability“ der Mobilitätsangebote (betrifft z. B. technische Voraussetzungen der Nutzung oder Bedienfreundlichkeit), am besten schneidet Stadtmobil diesbezüglich ab.
  • Usability ist ein wichtiger Faktor, da die Daten zeigen, dass je besser die Usability eingeschätzt wird, desto höher auch die zukünftige Nutzungsabsicht der Angebote ausfällt.
  • Sowohl das Umweltbewusstsein als auch die moralische Verpflichtung sind bei der Stichprobe stark ausgeprägt.
  • Zentrales Ergebnis: sämtliche untersuchte Themen (z. B. Nutzungsabsicht, konkreter Nutzen, Usability) werden von Proband*innen, die die Mobilitätsangebote bereits nutzen, stets besser bewertet als von bisherigen Nicht-Nutzenden.
  • Die Untersuchung der technischen Perspektive von E-Scootern und Bike-Sharing-Anbietern ergab einige sicherheitsrelevante Differenzen (z. B. bzgl. Bremsleistung).

Zu allen Erkenntnissen lieferten die Studierenden Handlungsempfehlungen. Die Gäste, darunter u. a. MdB Matthias Gastel (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Vertreterinnen und Vertreter der getesteten Mobilitätskonzepte, zeigten sich von Format und Güte der Veranstaltung und Studie begeistert.

Studienergebnisse und Handlungsempfehlungen können über: zef@dhbw-stuttgart.de angefordert werden.