Durch virtuelle Realität (VR) und augmentierte Realität (AR) können auch das Lehren und Lernen weiterentwickelt und interaktiver gestaltet werden. Mit der entsprechenden Soft- und Hardware werden Funktionsweisen und Sachverhalte im dreidimensionalen Raum erlebbar gemacht. Das Projekt AR/VR-Lehre an der Fakultät Technik erforscht die dadurch entstehenden Möglichkeiten - auch im Rahmen von Studienarbeiten.

Die Studenten Jonas Fritz und Henri Gerstadt bereiteten in ihrer Studienarbeit „Visualisierung einer technischen Baugruppe in eine VR-Umgebung“ den ausgewählten Viertakt-Einzylinder-Verbrennungsmotor eines Flugzeuges in mehreren Teilschritten für die VR auf: Elementar war dabei zunächst die Sortierung der Komponenten in sinnvolle Baugruppen, die Vereinfachung des Modells, das Erstellen von Animationen und das Zuweisen von Materialien.

Im letzten Schritt wurde mit den aufbereiteten Baugruppen ein Lernmodul über den Verbrennungsmotor für die virtuelle Umgebung in SVL (Social Virtual Learning) erstellt. Die Software wurde im gleichnamigen Projekt, u. a. in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut, speziell zur Aus- und Weiterbildung entwickelt. Die interaktive Erklärung enthält farbliche Markierungen, zugehörige Texte, usw. Die vier Takte bei der Verbrennung werden durch die Bewegung der einzelnen Bauteile erklärt. Um individuell geeignete Ansichten erhalten zu können, sind alle Komponenten verschiebbar.

Das in der Studienarbeit entstandene Lernmodul kann beispielsweise in Lehrveranstaltungen Einsatz finden. Darüber hinaus wurde ein allgemeines Vorgehen zur Aufbereitung von Modellen für die VR entwickelt, welches auch in späteren Projekten angewendet werden kann.