Dr. Chung bot den Zuhörerinnen und Zuhörern in einem knapp einstündigen Vortrag interessante Einblicke in die aktuelle Situation Hong Kongs. Nach einer Einführung in das Zwei-Staaten-System, der Hongkonger Verfassung und dem Wirtschafts- und Steuersystem stellte Dr. Chung anschaulich dar, wie es zu den Massenprotesten kam. Auslöser der Proteste im Sommer 2019 waren Verhandlungen eines Auslieferungsverfahrens zwischen der Hongkonger Administration unter Carrie Lam und der Pekinger Regierung. Die mögliche Ursache dafür, dass es zu einem gewaltsamen Volksaufstand kam, ist die Furcht der Bevölkerung vor der Aushöhlung der Demokratie vonseiten der autoritären Volksrepublik China. An den Protesten nahmen zeitweise geschätzt zwei Millionen Menschen teil, was etwa ein Viertel der Hongkonger Bevölkerung ausmacht.

Im weiteren Verlauf des Vortrags skizzierte der Referent einen Überblick über die verschiedenen Positionen in diesem komplexen Sachverhalt und beleuchtete die Auswirkungen für deutsche Unternehmen in Hong Kong. Die Veranstaltung endete mit einer sehr interessanten Abschlussdiskussion. Initiator der Veranstaltung war Studiengangsleiter Prof. Dr. Uwe C. Swoboda.