Im neu konzipierten Labor von Prof. Dr.-Ing Gesine Hilf erwartete die Studierenden ein Einblick in ausgewählte Themen der Digitalisierung in der Produktion. Neben der vertikalen Integration, die den papierlosen Ablauf vom Bedarf bis zur Maschine und damit zum fertigen Produkt zeigt, konnte auch die Programmierung eines kollaborierenden Roboters ausprobiert werden.

Eingeteilt in kleine Gruppen, setzten sich die Studierenden zunächst mit der Fertigungsplanung in SAP auseinander. Im SAP ERP System, welches vom University Competence Center in Magdeburg (UCC) gehostet wird, wurden Bedarfe für individuell beschichtete Fahrradcomputer erfasst und elektronisch an das SAP MES (Manufacturing Execution System) zur Fertigungssteuerung übergeben. In der Fertigung konnten die Studierenden dann sehen, wie die Fahrradcomputer vollautomatisch mithilfe einer Modellfabrik von Fischertechnik produziert werden. Abgebildet wird ein kompletter Produktionsablauf vom Hochregallager über drei Arbeitsstationen inklusive einer Qualitätsprüfung. Ein Notebookwagen ergänzt das Setting, um die Auswirkungen der vollautomatischen Echtzeitrückmeldungen von Produktionsaufträgen im SAP ERP und im SAP MES nachzuverfolgen.

Parallel dazu zeigte Tom Kurdewan, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen, einer anderen Gruppe den Umgang mit kollaborierenden Robotern. Ein sogenannter Cobot der Firma Universal Robots wurde von den Studierenden nach einer kurzen Einweisung selbstständig programmiert. Aufgabe war eine Pick-and-Place-Anwendung, um die produzierten Teile der Modellfabrik auf eine Palette zu verladen.

Die Veranstaltung kam bei den Studierenden sehr gut an und wird zukünftig als fester Bestandteil in der Vorlesung Produktion und Logistik übernommen. Das Labor bietet ebenso die Möglichkeit IoT-Anwendungen in Form von Studienarbeiten zu erarbeiten.