Nach der Begrüßung durch Rektor Prof. Dr. Joachim Weber stellten die Expertinnen und Experten von Irrsinnig Menschlich e.V. in zwei mitreißenden Vorträgen anhand ihrer eigenen Lebensgeschichten dar, wie sich psychische Erkrankungen entwickeln und welche Möglichkeiten es gibt, gut damit zu leben oder sie zu heilen. Sie hoben hervor, dass es sich lohnt, sich bei psychischen Schwierigkeiten jeder Art Unterstützung zu holen – je früher, desto besser.

Diese Unterstützung finden Studierende jeden Semesters z.B. bei Astrid Oltmann in der Studierendenberatung der DHBW Stuttgart, bei der Beratungsstelle des Studierendenwerks oder bei der Studierendenvertretung. Entscheidend ist, so die Vortragenden, sich bei Schwierigkeiten rechtzeitig Hilfe zu holen und nicht aus Scham oder sonstigen Gründen zu warten.

Das Thema seelische Gesundheit darf an Hochschulen nicht unterschätzt werden: Eine*r von vier Studierenden leidet unter depressiven Verstimmungen, Ängsten oder Suchterkrankungen. Suizid ist die weltweit häufigste Todesursache unter Studierenden. Gerade zu Beginn des Studiums findet ein Veränderungsprozess statt, bei dem es Leistungsdruck und den daraus resultierenden Problemen vorzubeugen gilt. Die DHBW Stuttgart möchte eine Hochschulkultur leben, in der psychische Probleme nicht stigmatisiert, sondern akzeptiert werden.