Mit rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörern war die Veranstaltung, die von einem langjährigen nebenamtlichen Dozenten der Fakultät Sozialwesen, Martin Koch, in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Systemische Beratung, Therapie und Familientherapie (DGFS) initiiert wurde, schon im Voraus ausgebucht. Dr. Schmidt-Salomon las aus seinem im Frühjahr 2019 erschienenen Buch „Entspannt euch! Eine Philosophie der Gelassenheit“. Als zentralen Schlüssel zu mehr Gelassenheit sieht er das Loslassen vom eigenen Selbst: „Wer von seinem Selbst lassen kann, entwickelt ein gelassenes Selbst.“ Immer wieder bezog er sich bei seiner Lesung auf Albert Einstein. Nach der Einstein‘schen „Formel der Selbsterkenntnis“ erlangt man eine gelassenere, freiere und tolerantere Lebenseinstellung, wenn man versteht und akzeptiert, dass man nur derjenige sein kann, der man unter den momentan gegebenen Bedingungen sein muss.

Im Kontrast zur „Einstein-Sichtweise“ wurde noch die „Trump‘sche Perspektive“ dargestellt, bei der das eigene Ich im Zentrum steht. Es stellte sich die selbstkritische Frage, wie viel „Trump“ in jedem Menschen schlummere.

Viele der dargestellten Thesen gaben Denkanstöße. Im Anschluss an den Vortrag hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen und es kam eine engagierte Diskussion in Gang. Bei Getränken und Häppchen, zu denen der Verein der Freunde und Förderer der DHBW Stuttgart e. V. eingeladen hatte, konnte man dann noch hautnah mit dem Vortragenden ins Gespräch kommen. Insgesamt war es eine rundum gelungene Veranstaltung, so die Rückmeldungen vieler Teilnehmender.