Darüber hinaus nimmt die Komplexität in der Patientenversorgung immer mehr zu: Die Patientinnen und Patienten werden älter und multimorbider, die Aufenthaltszeiten im Krankenhaus sinken und die Arbeit am Patienten wird dadurch weiter komprimiert. Hinzu kommen rasante Entwicklungen in der Medizin. Resultierend daraus entstand durch den Gesetzgeber die Empfehlung des Einsatzes von 10 bis 20 Prozent akademisch qualifizierter Pflegender.

Um die wachsenden Herausforderungen in der Pflege – unter anderem auch durch die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitssektor - zu bewältigen und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, setzen Kliniken und Klinikverbünde vermehrt auf akademisches Pflegepersonal. Am konkreten Bedarf der Kliniken ausgerichtet, bietet die DHBW Stuttgart im Bereich Gesundheit und Pflege duale Studienplätze an. Aufbauend auf der Pflegeausbildung werden im berufsintegrierenden Studiengang Angewandte Pflegewissenschaft, z. B. die Themenbereiche Berufspädagogik, Gesundheitsmanagement, Palliative Care, Gerontologie und Geriatrie, Gesundheitsförderung und Prävention für junge Familien sowie Psychiatrie angeboten. Herausforderungen in der Pflege können so zusätzlich aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet werden und die Patienten profitieren durch eine umfassendere Versorgung.

Nach knapp 70 Kliniken und Einrichtungen hat sich nun auch der Klinikverbund Südwest neben einer Zusammenarbeit im ausbildungsintegrierten Studiengang Angewandte Gesundheits- und Pflegwissenschaften auch für eine Bildungspartnerschaft mit der DHBW Stuttgart im berufsintegrierenden Studiengang entschieden. Mittlerweile verzeichnet die DHBW Stuttgart ca. 300 Studierende in den Pflegestudiengängen. Rund 80 davon als berufsintegrierende Studierende und 240 Studierende, die parallel als Primärqualifikation die Ausbildung zur Pflegefachkraft an Krankenpflegeschulen machen - Tendenz steigend.