Für die Filmaufnahmen reiste Initiator und Studiengangsleiter Prof. Dr. Swoboda mit seinen Studierenden und Dozenten nach Äthiopien. Das Land liegt in Ostafrika und ist mit rund 100 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Binnenstaat der Welt. Äthiopien gilt als das Ursprungsland des modernen Menschen sowie des Kaffees und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Bis auf eine kurze Periode während des zweiten Weltkriegs war das Land durchgehend unabhängig. Das Wirtschaftswachstum des Vielvölkerstaats belegt im weltweiten Vergleich einen der höchsten Ränge. 2017 lag Äthiopien mit 8,3 Prozent Wachstumsrate auf Platz 1. Dennoch ist das Land immer noch von Armut geprägt.

Um die Biodiversität im Dokumentarfilm aufzuzeigen, wurden von den Studierenden verschiedene Drehorte ausgewählt. So wurde beispielsweise ein Bienenprojekt, eine Waldkaffeeplantage, ein Getreideprojekt sowie ein Demeter-Projekt besucht. Außerdem besichtigten die Studierenden die Pilgerstadt Lalibella, die mit ihren elf monolithischen Kirchen als eine der ältesten Quellen des christlichen Glaubens gilt und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Die Hauptstadt Addis Abeba gehört zu den Metropolen Afrikas und ist Sitz der Afrikanischen Union. Hier führten die Studierenden Interviews in verschiedenen Institutionen, u. a. der Deutschen Botschaft, der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), der KfW Entwicklungsbank, einer deutschen Schule, dem Ministerium für Tourismus sowie äthiopischen Unternehmen (z.B. Zemen Bank). Auch der Besuch einer Kaffeerösterei stand auf dem Programm.

Für alle Teilnehmenden bleibt der Eindruck einer vollkommen anderen Kultur und des enormen Potenzials des als Entwicklungsland geltenden Äthiopiens.