Gleich zu Beginn der Veranstaltung gewährte Ibrahim bewegende Einblicke in seine Vita; er wurde in Syrien geboren und ist dort aufgewachsen, bis ihn und einen Teil seiner Familie die Flucht vor dem Krieg nach Deutschland führte. Gerne ging er dabei auf Fragen zu seiner Fluchtgeschichte ein.

Nach einer kurzen Einführung kümmerten sich die Studierenden in Zweierteams um je ein Gericht, denn bei diesem Kochevent wurden ausschließlich Vorspeisen zubereitet: Baba Ganug (Auberginensalat), Burak (Teigtaschen mit Frischkäsefüllung), Fatusch (Salatgericht mit Fladenbrot), Hummus (Kichererbsenmus), Jalangie (gefüllte Weinblätter), Mutabal (Auberginenmus), Taboule (Bulgursalat mit Petersilie), Mhammara (Dip aus Paprika und Walnüssen) und ein Olivensalat.  Aus frischem Gemüse, Kräutern sowie Hülsenfrüchten und teilweise ausgefallenen Gewürzen wurden leckere vegetarische und vegane Gerichte gezaubert - die meisten syrischen Hauptspeisen beinhalten jedoch normalerweise Fleisch, berichtete Ibrahim. Die Teams halfen sich gegenseitig bei der Zubereitung und es kam zu einem regen Austausch über Erfahrungen und Essgewohnheiten.

Einige Studierende versuchten anschließend unter Anleitung, die Gerichte traditionsgemäß mit dem Fladenbrot zu essen. Alaas Aussage „Ich lege viel Wert auf die Deko! Weil wenn das Essen nicht gut schmeckt, dann sieht es wenigstens gut aus!“ hatte keinen Anlass, denn die ansprechend angerichteten Speisen schmeckten allen hervorragend.

Die Ringvorlesung „Wie isst die Welt?“ wird vom Zentrum für Interkulturelle Kompetenz (ZIK) der DHBW Stuttgart veranstaltet.