Ralph Barnstein, Geschäftsführer der Brauerei Dinkelacker, begrüßte die Teilnehmer in der Brauereigaststätte. Zunächst mussten verschiedene Begrifflichkeiten erklärt werden, so zum Beispiel Pils und Pilsner, Weizenbier, naturtrübes und helles Bier oder der Unterschied zwischen obergärigem und untergärigem Bier.

Die frühesten Nachweise für Bier kamen aus dem alten Ägypten. Im Mittelalter führten die Klosterbrauereien zu einem geregelten Braubetrieb. Später sicherten sich die Adeligen das Privileg des Bierbrauens.

Die Geschichte von Dinkelacker begann 1859. Ernst Wulle gründete an der Neckarstraße seine Brauerei. Robert Leicht fing 1878 im Gasthaus zum Ochsen in Vaihingen mit dem Bierbrauen an, daraus wurde Schwaben Bräu. Carl Dinkelacker zog 1888 nach und gründete seine Brauerei im Stuttgarter Süden.

Die Wahl des Standortes war kein Zufall, denn zum Brauen und Lagern musste es kühl sein, und das geht nur in Kellern. Diese wurden waagrecht in den Hang gegraben, um das Bier zu kühlen. Auch die Fördervereinsmitglieder besichtigten die Keller auf dem Betriebsgelände. Dinkelacker wuchs stetig, übernahm 1971 die Brauerei Wulle und erwarb 1977 Sanwald. 1996 fusionierten Dinkelacker und Schwaben Bräu. Im Jahr 2003 übernahm der belgische Großkonzern Inbev den Mehrheitsaktionär Franziskaner. Fortan gehörte die Brauerei Dinkelacker nun zu einem großen Braukonzern.

Ende 2006 kaufte Wolfgang Dinkelacker die Brauerei zurück, sodass sie seitdem wieder in Familienbesitz ist.