Das Thema des 32. Europäischen Planspielforums lautete „Planspiele – Denkmal. Anders. Denk mal anders.“. Die Planspielmethode ist in vielen Kontexten wie Bildung, Beratung und Forschung fest verankert und insofern ein etabliertes "Denkmal". Dennoch ist sie nicht in Stein gemeißelt, sondern muss sich immer wieder neu erfinden. Themen wie Agilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Interprofessionalität und neue Arbeitswelten erfordern neue Methoden und Formate.

Mit diesem Preis werden innovative Ideen junger Wissenschaftler/-innen in der Planspielforschung und -entwicklung ausgezeichnet. Während der feierlichen Zeremonie nahmen je zwei Preisträgerinnen und Preisträger ihre Preispakete von der interdisziplinär besetzten Fachjury entgegen. Neben dem Preisgeld gehören hierzu auch eine Publikation und eine kostenlose Mitgliedschaft im deutschsprachigen Planspiel-Fachverband SAGSAGA.

Die Preise in der Kategorie Studienabschlussarbeiten gingen an Friederike Welter von der TU Wien für ihre Diplomarbeit (Platz 1), nach Eberswalde an Antonia Bartning von der HNE Eberswalde für ihre Masterarbeit (Platz 2) sowie an Manuel Stamm von der ETH Zürich für seine Bachelorarbeit (Platz 3). Die behandelten Themen der ausgezeichneten Abschlussarbeiten umfassten die spielerische Vermittlung komplexer Themen wie Stadtentwicklung, die Gründung eines nachhaltigen Unternehmens sowie Role-Playing Games in der Aus- und Weiterbildung.

Der Sonderpreis für Dissertationen wurde in diesem Jahr an Dr. Jan Robert Lohmann von der Universität Passau verliehen. Er promovierte über Wirkungsweisen und den Mehrwert von Politiksimulationen. Insgesamt wurden 20 Abschlussarbeiten eingereicht, darunter auch fünf Dissertationen. Die konstant hohe Zahl an Bewerbungen zeigt, dass sich der Preis in der Hochschulwelt als feste Größe etabliert hat.