Die Reise durch die faszinierende Welt der Kunst beleuchtete insbesondere die Geschichte der Sammlung in der Staatsgalerie, die mit einigen überraschenden Details aufwartete. Bei der Schiller-Büste des Künstlers Dannecker startete die Führung, dicht gefolgt von den italienischen Meistern. Die ausgestellten Meisterwerke mussten durch die Staatsgalerie komplett erworben werden. Erst später stellte sich heraus, dass es sich beim Großteil der Gemälde um Fälschungen handelte.

Anschließend führte der Rundgang vorbei an den Impressionisten, welche zu ihrer Zeit häufig der Kritik ausgesetzt waren, da die Bilder nicht den Vorstellungen der Öffentlichkeit entsprachen, zu Hans Makart, dessen pompöse Bilder nach seinem Tod schnell in Vergessenheit gerieten.

Zum ursprünglichen Museumsgebäude gab es im Laufe der Zeit mehrere Anbauten und die Sammlung wuchs dank den Förderern der Staatsgalerie und der Lottogesellschaft schnell: Mit dabei Werke von Modigliani und Picasso von beachtlichem Wert.

Die kurzweilige Führung schloss bei Banskys „love is in the bin“ ab. Diese Leihgabe wird innerhalb eines Jahres alle zwei Monate an einem anderen Platz ausgestellt. Neben dem eigentlichen Bildungsauftrag der Museen soll dies zum Nachdenken anregen. Das Bild hing sowohl neben Rembrandt als auch gegenüber einem Rubensgemälde. Spannend war für die Teilnehmenden, dass sowohl Rubens als auch Rembrandt Maler in einer Werkstätte beschäftigten, deren beauftragte Gemälde dann von den Malern nur noch signiert wurden. Malerei als Werkstattleistung oder doch vielleicht Kunst?

Bei den Teilnehmenden weckte die Führung großes Interesse und kam sehr gut an. Auch zukünftig wird die Kooperation mit den Jungen Freunden der Staatsgalerie fortgesetzt und es folgen weitere Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Kunst & Kultur“.