Dass die Landeshauptstadt verkehrstechnisch vor großen Herausforderungen steht, ist bekannt. Die Studierenden von Studiengangsleiter Prof. Dr. Dirk H. Hartel kennen diese nicht nur vom täglichen Weg zur DHBW Stuttgart und zurück, sondern auch aus ihren Praxisphasen, da viele von ihnen bei Kurier-, Express- und Paketdiensten, kurz KEP-Spediteuren, arbeiten. Darüber hinaus haben einige bereits früher als Zustellerinnen und Zusteller gejobbt.

Im Auftrag der Stadt Stuttgart interviewten die Fünftsemester Händler aus der Innenstadt und Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Kauf- und Bestellverhalten. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, 64 mittelständische Einzelhändler der Branchen Mode, Schmuck und Kosmetik sowie 142 Bürgerinnen und Bürger zu befragen. Dabei konnten wesentliche Impulse für die zukünftige Gestaltung der Güterlogistik in der Stuttgarter Innenstadt gewonnen werden, z. B.:

  • Über 80 % der Händler sind mit der heutigen Anliefersituation „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“.
  • Selbst bei kleineren Einzelhändlern findet bei 47 % der Befragten eine tägliche Anlieferung durch KEP-Dienstleister statt.
  • Bei den Bürgerinnen und Bürgern Stuttgarts befürworten über 80 % den Ausbau von Paketstationen als bestes alternatives Zustellkonzept, mit Abstand gefolgt von der Zustellung mit dem Elektroauto, dem Lastenrad und der Kofferraumzustellung.
  • Für die meisten Befragten dürften solche Paketstationen jedoch nicht weiter als sechs bis acht Minuten von der Wohnung oder der Arbeitsstätte entfernt liegen.

Im Rahmen der Abschlusspräsentation kam Martin Armbruster, Stellvertretender Leiter der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, zu folgendem Fazit: „Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Logistik-Studierenden in die Thematik eingearbeitet und über die Befragungsergebnisse neue Erkenntnisse für die Stuttgarter Citylogistik geliefert. Schließlich ist das Thema bei uns aktueller denn je."