Bei reinem Frontalunterricht, so belegen zahlreiche Studien, liegt die Aufmerksamkeitsspanne von Studierenden bei 15 bis 20 Minuten. Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten, Lehre ansprechender und interaktiver zu gestalten. Ein schnelles Quiz am Smartphone oder eine Online-Einheit, die am heimischen Laptop absolviert werden kann, bringen Bewegung in den Vorlesungsalltag.

Mit einer Umfrage unter den Professorinnen und Professoren sowie den nebenberuflichen Lehrbeauftragten wollen Kübler und Riester ermitteln, welche Art von Unterstützung benötigt und gewünscht wird, um im Anschluss passende Angebote zu entwickeln. Denkbar sind z.B. persönliche und virtuelle Beratungen von Lehrenden, regelmäßige Newsletter oder Videos mit Tipps und Tricks für den Einsatz digitaler Medien in Studium und Lehre, Workshops, Moodle-Kurse oder ein E-Learning-Café zum Austausch für interessierte Lehrende.

Von digitalen Lehrangeboten profitieren Lehrende und Studierende gleichermaßen: Online-Unterrichtseinheiten lassen ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen zu. Der Einsatz unterschiedlicher Medien im Unterricht aktiviert Studierende und Lehrende und initiiert einen Dialog im Vorlesungsraum. Ein gelegentlicher Formatswechsel während des Unterrichts steigert zudem die Konzentrationsspanne aller Beteiligten. Auch in der Betreuung der Studierenden außerhalb der Vorlesung vereinfachen und beschleunigen digitale Medien die Kommunikation und erlauben den Studierenden das Lernen im individuellen Tempo.

Der Senat der DHBW Stuttgart hat im Oktober 2018 beschlossen, die Nutzung digitaler Medien in der Lehre auszubauen. Wissenschaftlicher Leiter des ESC ist Prof. Dr. Stefan Krause, Projektleiter E-Learning und Dekan der Fakultät Sozialwesen.