„Also eigentlich sind bei uns Maultaschen das Leibgericht“ erklärte Dao, der Sohn der taiwanesischen Kochlehrerin Ning Huang. Obwohl die schwäbische Küche einiges hergibt, wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Abend über den Tellerrand schauen und gemeinsam chinesisch kochen. Dazu fanden sich Studierende aller Fakultäten gemeinsam mit Marion Grundmann (Alumna der DHBW Stuttgart und ehemalige Leiterin des DHBW Programms bei der Porsche AG) und Doris Kupferschmidt (Leiterin des Zentrums für Interkulturelle Kompetenz) in der Lehrküche des Treffpunkt Rotebühlplatz zusammen.

Nachdem alle traditionellerweise mit „Ni Hao“ begrüßt wurden, bereiteten die Köchinnen und Köche die Vorspeise zu: Pidan Tofu besteht aus Seidentofu und fermentierten Enteneiern, auch „tausendjährige Eier“ genannt. Begleitet von chinesischer Musik machten sie sich im Anschluss an die Zubereitung der Hauptgerichte. „Löwenköpfe“, also Fleischbällchen mit Chinakohl, und Ma yi shang shu, Glasnudeln mit Hackfleisch und Gemüse, ein Gericht, das wörtlich übersetzt „Ameisen klettern auf einen Baum“ heißt. Als Nachspeise gab es Tangyuan, gekochte Reisbällchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Schließlich fanden sich alle am festlich gedeckten Tisch ein. Beim gemeinsamen Essen mit Stäbchen erklärte Ning Huang wichtige Regeln am Tisch. So müsse man unbedingt unterlassen, sich die Nase zu putzen, wohingegen es völlig normal sei, sich Essensreste mit den Fingern aus den Zähnen zu holen, zu schmatzen oder zu rülpsen.

Die nächste Veranstaltung der Reihe findet am 6. Februar statt. Interessierte kochen dort unter Anleitung der Orient- und Islamwissenschaftlerin Orainab Mashayekhi persische Gerichte.