Projektleiter Matthias Rudolph ließ die vergangenen drei Jahre kooperativer Forschung im Reallabor Space Sharing Revue passieren. Im Anschluss daran präsentierte Constantin Hörburger (Akademischer Mitarbeiter Reallabor) den kürzlich fertiggestellten Space-Sharing-Report. Dieser Bericht aus zwei Jahren Betriebserfahrung des Space-Sharing-Pilotprojekts im Calwer Kopfbau am Rotebühlplatz in Stuttgart bietet einen Einblick in die gewonnenen Erkenntnisse aus der Forschungspraxis sowie deren Übertragbarkeit im Sinne eines Space-Sharing-Handbuchs.

Bei der ersten Podiumsrunde waren die unterschiedlichen Nachhaltigkeitsaspekte von Space Sharing im Sinne einer ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Relevanz Thema. Moderiert von Achim Schröer vom Landesdenkmalamt Berlin, diskutierten neben Prof. Dr. Klaus Homann (Studiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen/Facility Management) noch Julia Hartmann (Wohnraumbeauftragte Stadt Tübingen), Dr. Stephan Anders (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen-System) sowie Dominik Kreitschmann (Nutzer des Pilotprojekts). Während positive ökologische und sozioökonomische Nachhaltigkeitseffekte wie auch positive Impulse für die Quartiersentwicklung bestätigt werden konnten, erweist sich die wirtschaftliche Umsetzung des Space Sharing – wie verschiedene Untersuchungsergebnisse aus Sicht des Facility Management ergaben – als schwierig.

Verschiedene Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Praxis beschäftigten sich beim zweiten Podium unter Moderation von Christian Holl mit den Auswirkungen von Space Sharing auf Architektur und Raum bezüglich der damit verbundenen baulichen bzw. (stadt-)räumlichen Potenziale und Herausforderungen. Abends fand in den Räumen des Pilotprojekts am Rotebühlplatz in der Stuttgarter Stadtmitte die Abschlussparty zusammen mit den Space-Sharing-Nutzerinnen und -Nutzern statt.