11. Mediensymposium: Was ist wahr, halbwahr, unwahr?

Über 400 Gäste drängten sich am 12. Dezember 2017 in den großen Sitzungssaal im Stuttgarter Rathaus, um im Rahmen des 11. Mediensymposiums der DHBW Stuttgart der Frage auf den Grund zu gehen, wie die Zukunft der Medien aussehen könnte.

„Von Fake-News bis zur Echokammer – das Google-Ich, das Facebook-Ich“ lautete der Titel der Veranstaltung, zu der Gastgeber Prof. Dr. Uwe Swoboda geladen hatte. Hochrangige Gäste führten in kurzweiligen Vorträgen durch den Abend: Stefanie Schneider, stellvertretende Intendantin beim SWR, betonte die wichtige Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als verlässliche Instanz, der mit seinen regelmäßigen Nachrichtensendungen breite Bevölkerungsschichten erreicht. Joachim Dorfs, Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung zeigte die Gefahren von Echokammern auf, also von sozialen Netzwerken, die so konfiguriert sind, dass die Nutzerinnen und Nutzer hauptsächlich die Beiträge sehen, die der eigenen Meinung entsprechen. Kritisches Nachdenken über den eigenen Standpunkt wird somit ausgehebelt, was in einer Demokratie, die von Meinungspluralität lebt, problematisch werden kann. Armin Pohl, CEO der Mackevision Medien Design GmbH führte die Gäste mit eindrücklichen digitalen Darstellungen in virtuelle Welten ein und zeichnete ein Bild von einer Zukunft, in der Laserprojektionen direkt auf die Retina des Betrachters geworfen werden könnten. Im abschließenden Vortrag stellte Oliver Moser, Managing Director der ABM-Soft GmbH, dem Publikum den humanoiden Roboter Pepper vor, der aufzeigte wie emotional Mensch-Maschine-Kommunikation sein kann.

Auch die Studierenden, die bei der Vorbereitung des Mediensymposiums maßgeblich beteiligt waren, kamen nicht zu kurz: Die Verleihung des Medienpreises für herausragende Leistungen in der Wissenschaft und für soziales Engagement sowie Ausschnitte aus dem selbstgedrehten Film „Nachhaltiges Wirtschaften in China – Zeroemission als Ziel“, rundeten den Abend ab.

Preisträger des Medienpreises für herausragende Leistungen in der Wissenschaft und für soziales Engagement