EU4Dual Annual Conference 2026: Impulse für Gesundheit, Innovation und Zukunft der Arbeit
Eröffnung mit europäischen und industriellen Perspektiven
Die Konferenz wurde durch Beiträge aus Wissenschaft, Politik und Industrie eröffnet. Neben der Präsidentin der DHBW und Vertreter*innen der EU4Dual-Allianz gaben auch Stimmen aus dem Hochschulumfeld, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie der Europäischen Kommission Einblicke in die Zukunft der europäischen (dualen) Bildungs- und Forschungslandschaft.
Zentrale Zukunftsthemen im Fokus
In Keynotes, Panels und parallelen Sessions standen die vier Themenfelder der Allianz im Fokus: Dual Higher Education, Future of Work, Green Economy und Healthy Living. Dabei wurde deutlich, dass duale Studienmodelle ein zentraler Baustein zur Bewältigung von Fachkräftemangel, nachhaltiger Transformation und Herausforderungen im Gesundheitswesen sind.
Ein besonderes Highlight bildete die Round-Table-Diskussion „The Future of Healthy Living in Europe“, die von Prof. Dr. Bettina Flaiz (DHBW Stuttgart) moderiert wurde. Dabei diskutierten internationale Expert*innen über zukünftige Anforderungen an Gesundheitsversorgung und Ausbildung und gingen unter anderem der Frage nach, wie man die Fachkräfte von morgen darauf vorbereiten kann.
Innovation, Microcredentials und Student Mobility
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung innovativer Bildungsformate. Im Fokus standen sogenannte Microcredentials – kompakte, zertifizierte Lerneinheiten zur Vermittlung spezifischer Kompetenzen. In einem interaktiven Workshop diskutierten Vertreter*innen aus Hochschulen und Unternehmen deren Potenzial für die Kompetenzentwicklung sowie Ansätze zur Skalierung im europäischen Kontext.
Im Panel „From Exchange to Employability“ wurde die Bedeutung von Studierendenmobilität für Unternehmen wie SAP und Accenture hervorgehoben. Internationale Studien- und Praxiserfahrungen gelten zunehmend als Schlüssel für Employability und Fachkräfteentwicklung.
EU4Dual Research & Innovation Prize
Ein Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des EU4Dual Research & Innovation Prize. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Student-led projects for Adaptation and Mitigation in Health Care institutions“ von Dr. Christin Löffler (Klinikum Heilbronn) und Prof. Dr. Margrit Ebinger (DHBW Stuttgart) gemeinsam mit dual Studierenden der Studiengänge Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Gesundheitsmanagement.
Die Jury würdigte insbesondere den hohen Praxisbezug, die aktive Einbindung der Studierenden sowie den konkreten Beitrag zur Transformation von Gesundheitseinrichtungen im Umgang mit Klimawandel und Nachhaltigkeitsanforderungen.
Vielfalt an Forschung, Praxis und interdisziplinären Ansätzen
Das Programm bot eine breite Plattform für Beiträge aus allen Themenfeldern der Allianz. Präsentiert wurden aktuelle Forschungsergebnisse – von Künstlicher Intelligenz in der Industrie über nachhaltige Energiesysteme bis hin zu innovativen Ansätzen im Gesundheitswesen. Besonders hervorzuheben ist das internationale Matchmaking-Format, in dem Forschende und Praxispartner gemeinsam neue Projektideen entwickelten und EU-Forschungskooperationen anbahnten.
Europäische Zusammenarbeit mit Zukunftsperspektive
Die EU4Dual Annual Conference 2026 hat gezeigt, wie eng Hochschulen, Wirtschaft und Studierende in der dualen Hochschulbildung zusammenwirken. Dieser Austausch trägt wesentlich zur Weiterentwicklung von Innovation und Bildungsformaten in Europa bei. Die gewonnenen Impulse werden in die Weiterentwicklung dualer Studienmodelle einfließen und die Zusammenarbeit innerhalb der Allianz weiter stärken.
Annual Conference 2027 in Graz
Die nächste EU4Dual Annual Conference wird 2027 von der FH JOANNEUM in Graz ausgerichtet. Wir freuen uns darauf, neue Impulse aufzunehmen und gemeinsam mit Partnern innovative Ansätze zur Weiterentwicklung der dualen Hochschulbildung zu diskutieren.