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Campus Horb wird zur Rennstrecke für Akkuschrauber

Wie wird aus einer Idee ein funktionierendes Fahrzeug? Und wie fühlt sich Technik an, wenn sie plötzlich fährt? Genau das wurde beim Zweiten Horber-Bohrer-Wettbewerb am 19. Juni 2026 am Campus Horb erlebbar.

Selbstgebaute Akkuschrauber-Fahrzeuge sausten über die Rennstrecke – entwickelt von Studierenden, die ihre Ideen Schritt für Schritt in funktionierende Prototypen verwandelt hatten. Was dabei entstand, war mehr als ein Wettbewerb. Es war ein direkter Einblick in die Praxis eines dualen Technikstudiums.

Von der Idee zum fahrbaren Fahrzeug

Die Aufgabe: Ein fahrbares Fahrzeug auf Basis eines Akkuschraubers entwickeln. Doch auf dem Weg dorthin waren Kreativität, technisches Verständnis und Teamarbeit gefragt.

Die Studierenden entwarfen erste Konzepte, konstruierten Bauteile, testeten Lösungen und passten ihre Modelle immer wieder an, wenn etwas noch nicht wie geplant funktionierte. So entstand Schritt für Schritt ein funktionierendes Fahrzeug.

Dadurch wird greifbar, was das duale Studium auszeichnet. Nicht nur zuhören, sondern selbst entwickeln, ausprobieren und Lösungen finden.

Wenn Technik sich beweisen muss

Auf der Rennstrecke zeigte sich, welche Ideen tragen. Die Fahrzeuge mussten nicht nur schnell sein, sondern auch präzise gesteuert werden und unterschiedlichen Anforderungen standhalten.

Auch die Konstruktion selbst wurde bewertet: Wie durchdacht ist die technische Lösung? Wie sauber ist die Umsetzung? Und wie kreativ ist das Konzept?

Die Jury betrachtete die Fahrzeuge aus unterschiedlichen Perspektiven. Sowohl Design und technische Raffinesse, als auch die Fahrleistung und konstruktive Auslegung dienten als zentrale Bewertungskategorien. So wurde deutlich, dass gute Ingenieurarbeit Funktion, Kreativität und Präzision verbindet.

Zusammenarbeit über Studiengänge hinweg

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Teamarbeit. Studierende aus Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen brachten ihr Wissen zusammen und ergänzten sich gegenseitig.

Genau diese Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg ist auch im Berufsalltag entscheidend und wird im dualen Studium früh eingeübt.

Lernen, das in Erinnerung bleibt

Wenn sich am Ende die selbstgebauten Fahrzeuge auf der Strecke messen, geht es nicht nur um den Sieg. Es geht um den Moment, in dem aus einer Idee ein funktionierendes System wird und um die Erfahrung, gemeinsam etwas geschaffen zu haben.

Ein besonderer Dank gilt auch allen, die die Veranstaltung tatkräftig unterstützt haben, sowie dem Verein der Freunde und Förderer der DHBW Stuttgart Campus Horb e.V., der Firma BOSCH und der TÜV SÜD Auto Service GmbH.