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Technologietag: Impulse für nachhaltige Mobilität

Wie können elektrische Antriebe, moderne Batterietechnologien und innovative Fahrzeugkonzepte zu einer nachhaltigeren Mobilität beitragen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der Technologietag „Clean Urban Transportation“ am 16. September 2026 an der DHBW Stuttgart. Rund 55 Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und sich über neue Lösungsansätze auszutauschen.

Prof. Dr.-Ing. Harald Mandel, Prorektor und Dekan der Fakultät Technik, begrüßte die Teilnehmenden mit einem kurzen Überblick über Lehre, Forschung und Infrastruktur an der Fakultät. Nach der Vorstellung des Clusters Automotive Region Stuttgart 2.0 (CARS 2.0) gaben Prof. Dr.-Ing. Tobias Flämig, Prof. Dr.-Ing. Szabolcs Péteri und Prof. Dr.-Ing. Michael Kornhaas einen Einblick, wie das Themenfeld „Clean Urban Transportation“ an der DHBW Stuttgart und am Campus Horb bearbeitet wird. 

In der Keynote mit dem Titel „25 Jahre automobile CO₂-Gesetzgebung – Rückblick und Ausblick“ zeigte Dr. Stefan Pfahl (Future Strategies), wie regulatorische Vorgaben die Fahrzeugentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben und welche Herausforderungen sich bis 2035 aus Flottenzielen, Emissionshandel und der globalen Wettbewerbsfähigkeit ergeben. Besonderes Augenmerk galt der wachsenden Bedeutung chinesischer Batterie- und Fahrzeughersteller sowie den unterschiedlichen CO₂-Preissystemen für Strom und Kraftstoffe.

Vier thematische Sessions spannten anschließend den Bogen von der Analyse und Optimierung elektrischer Antriebsstränge über Batterietechnologien und Leistungselektronik bis hin zu nachhaltigen Fahrzeugkonzepten. Weitere Beiträge widmeten sich der datengetriebenen Entwicklung und der elektrischen Sicherheit. Referent*innen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen wie Mercedes-Benz, Daimler Truck, Bosch und DEKRA brachten dabei unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis ein.

Ein wiederkehrendes Motiv zog sich durch nahezu alle Vorträge: Die nachhaltigste Batterie ist nicht zwangsläufig die mit der größten Reichweite – sondern diejenige, die möglichst lange genutzt, repariert und anschließend weiterverwendet werden kann. Damit verschiebt sich der Fokus der Elektromobilität zunehmend vom einzelnen Fahrzeug auf den gesamten Produktlebenszyklus.

Neben den Fachvorträgen boten eine Begleitausstellung, eine Laborführung sowie die Pausen Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung.

Der DHBW-Technologietag 2026 zeigte eindrucksvoll, dass nachhaltige Mobilität weit über die Elektrifizierung des Antriebs hinausgeht. Fortschritte in Batteriephysik, Leistungselektronik, Simulation, Erprobung und Digitalisierung greifen zunehmend ineinander. Die enge Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrie wurde dabei als wesentliche Voraussetzung gesehen, um die technologische Transformation des Fahrzeugbaus erfolgreich zu gestalten.

Die Veranstaltung wurde vom Zentrum für Fahrzeugentwicklung und nachhaltige Mobilität (ZFM) der DHBW Stuttgart in Kooperation mit dem Cluster Automotive Region Stuttgart 2.0 (CARS 2.0) durchgeführt.