Studienabschluss für 32 Hebammen
Sieben Semester, die Spuren hinterlassen
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Anke Simon, Studiendekanin des Studienzentrums Gesundheit, nahm Studiengangsleiterin Prof. Dr. Sonja Wangler die Gäste mit auf eine Reise durch das Studium. Sieben Semester Intensivstudium – dicht, anspruchsvoll, manchmal herausfordernd, aber auch voller Ideen und Entwicklung.
Gleichzeitig entstanden Projektarbeiten, die auch über das Studium hinaus Wirkung zeigten, beispielsweise zu Virtual Reality in der Geburtshilfe oder Kangaroo Father Care. Klar wurde dabei: Hebammenarbeit ist ein großes Privileg, und sie braucht Verantwortung, Fachlichkeit und gutes Teamwork. Mit Blick auf ein gemeinsames Forschungsprojekt gab Wangler den Absolventinnen Mut, Zuversicht und Vertrauen in die eigene Kompetenz mit auf den Weg. Jetzt als Kolleginnen im Beruf.
Mut, Haltung und Rückhalt
Ruth Hofmeister, 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden Württemberg, gratulierte herzlich zum Studienabschluss. Sie machte deutlich, wie viel Mut es braucht, diesen Beruf zu wählen – und wie wichtig es ist, den eigenen Platz immer wieder neu zu finden. Dort, wo Entwicklung möglich ist, und mit dem Rückhalt einer starken, vertrauensvollen Hebammenschaft.
Ein Jahrgang, der zusammengewachsen ist
Durch das Programm führte Felicitas Kley, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft. Sie erinnerte an den Start des zweiten Jahrgangs der Hebammenstudierenden: 40 Studierende begannen 2022, 32 schlossen ihr Studium erfolgreich ab – viele mit hervorragenden Leistungen.
Dieses Studium, so wurde deutlich, funktioniert nicht auf Abstand. Es fordert fachlich und persönlich. Es braucht Kopf und Herz. Bei der Zeugnisübergabe erhielten alle Absolventinnen ihre Zeugnisse und eine Rose.
Worte, die bleiben – und ein runder Abschluss
Für einen besonders bewegenden Moment sorgte die Abschlussrede der Absolventin Juliane Kreß-Waczowicz. Sie verglich das Studium mit einer Schwangerschaft und Geburt: lang, intensiv, voller Veränderungen und Zweifel – und doch getragen von der Gewissheit, dass am Ende etwas Neues entsteht. Sie sprach über die vielen Momente, in denen klar wurde, warum die 32 Absolventinnen diesen Beruf gewählt haben: um Frauen und Familien in sensiblen Lebensphasen zu begleiten. Über den starken Zusammenhalt im Kurs. Über gegenseitiges Auffangen und gemeinsames Wachsen. Wie bei einer Geburt sei auch der Studienabschluss keine Einzelleistung, sondern echte Teamarbeit.
In einem sehr persönlichen Moment bedankte sie sich bei ihren Kommilitoninnen einzeln, ein Moment, der viele sichtbar berührte. Die Professor*innen, Dozierenden und Mitarbeitenden des Studiengangs beschrieb sie als „Hebammen auf dem Weg zum Abschluss“. Eine Diashow mit Eindrücken aus sieben Semestern und ein gemeinsames Get together bildeten den stimmungsvollen Abschluss.