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CyberLÄND und die Zukunft des Commercial Metaverse

Genau zwei Monate hatten die Studierenden der Studienrichtung BWL-Handel an der DHBW Stuttgart Zeit, um im Rahmen ihres Integrationsseminars innovative Konzepte rund um die Metaversum-Plattform „CyberLÄND“ auszuarbeiten. Ende Januar präsentierten sie ihre Ergebnisse vor einer Jury sowie Vertreter*innen des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums.

Im Mittelpunkt der studentischen Arbeiten stand CyberLänd, die zentrale Metaverse-Plattform Baden-Württembergs mit Schwerpunkt auf dem Einsatz und der Entwicklung von Extended-Reality-Technologien (XR), digitalen Zwillingen und KI-basierten Wissenssystemen. 

Unklare Rentabilität als Hürde für Investitionen

Wofür setzen die befragen Unternehmen bereits heute XR-Technologien ein? Wo liegen die Hemmnisse, aber auch die Treiber für Investitionen? Welche Funktionalitäten und welchen Mehrwert bietet die CyberLÄND-Plattform? Ausgehend von diesen Leitfragen analysierten die vier Studierendenteams in spannenden und abwechslungsreichen Vorträgen zunächst die Ausgangssituation von Handelsunternehmen, bevor sie Handlungsempfehlungen aussprachen und Ideen für zukünftige Entwicklungen präsentierten. 

Die befragten Unternehmen, so das Ergebnis der Umfragen aller Teams, setzten XR-Technologien bisher hauptsächlich für Produktpräsentationen und Visualisierungen ein. Weitere Einsatzmöglichkeiten beurteilten die Firmen hingegen sehr zurückhaltend. Als Hürden wurden unter anderem die Kombination aus Investitionsbedarf, Komplexität und unklarer Rentabilität genannt.

Starker Nachholbedarf im Bereich der immersiven Medien

Prof. Dr. Sven Köhler, Professor für Handels- und Dienstleistungsmanagement im Studienzentrum Handel und Handwerk, moderierte die Veranstaltung und betonte den starken Nachholbedarf der Unternehmen im Bereich der immersiven Medien – Insbesondere, was die Bereitstellung von Dienstleistungen betrifft. Als Vorreiter in diesem Bereich gilt Südkorea, das mit dem Seoul Metaverse einen erfolgreichen digitalen Zwilling der Millionenmetropole geschaffen hat und darüber auch virtuelle Bürgerdienstleistungen anbietet.  

Ideen für stärkere Nutzung von XR-Technologien

Die Ideen der Studierenden zur Nutzung der XR-Technologien sowie für die Weiterentwicklung der CyberLÄND-Plattform reichten vom Angebot standardisierter Objekte über die Einbettung eines ROI-Rechners (Return on Investment-Rechner), bis hin zur Einführung eines Förder-Navigators. Auch für die Weiterentwicklung des KI-gestützten Löwen-Avatars MAIA sahen die Teams viele Möglichkeiten.

Dr. Frank Dürr, Geschäftsführer von acameo und einer der Initiatoren der Plattform, wie auch die Vertreter*innen des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg zeigten sich beeindruckt vom Niveau der Präsentationen und der konkreten Vorschläge. 

Die Jury – Prof. Dr. Sven Köhler, Dr. Frank Dürr und Katja Schurr (acameo GbR) sowie Rebekka Rüth (Südwesttextil e. V.) – hatte am Ende die schwierige Wahl zu treffen, die beste Präsentation zu küren. Die Entscheidung fiel schließlich auf das Team von den Studierenden des 5. Semesters Franka Steeb, Laura Vesenjak, Sara Kayumi und Alisa Janz, die sich über den neu kreierten MAIA-Award freuten.