Forschungsschwerpunkt Hochschuldidaktik im Fach Mathematik
Der Übergang zwischen Schule und Hochschule fällt vielen Studierenden immer schwerer, vor allem im „Killerfach“ Mathematik. Warum ist das so und was kann man dagegen tun? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Forschungsschwerpunkt Hochschuldidaktik im Fach Mathematik des Zentrums für Didaktik der Mathematik (ZDM) der DHBW Stuttgart.
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Forschungsbereiche
Vorkurse/Monitoring:
Das bereits bestehende Vorkursprogramm im Fach Mathematik soll in Zukunft speziell auf die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmergruppen (Abiturienten, Fachhochschulreife-Absolventen, Meister/Techniker) zugeschnitten und im Laufe eines längeren Untersuchungsprozesses zielgerichtet angepasst und ausgebaut werden. Hierfür wird ein Monitoringprogramm zum Austausch mit Schulen eingerichtet, das Forschungsarbeit innerhalb der Übergangsphase Schule-Hochschule ermöglichen soll. Durch das duale Prinzip der DHBW und das entsprechende Bewerbungsverfahren sind die angehenden Studierenden meist schon ein Jahr im Voraus bekannt, so dass eine zeitlich ausgedehnte, detaillierte und frühzeitige Untersuchung zu den mathematischen Fähigkeiten der zukünftigen Studierenden durchgeführt werden kann.
Taschenrechner/Taschencomputer:
In diesem Bereich sind Untersuchungen zu den Auswirkungen von speziellen Taschenrechnern auf die Leistungen im Fach Mathematik zu Studienbeginn geplant. Was passiert, wenn hier wieder mehr Wert auf das händische Rechnen gelegt wird? Auf Grund der Einführung CAS und GTR in den Schulen haben sich die Fähigkeiten der Studienanfänger im Fach Mathematik verlagert. Das Beherrschen der für die Aufnahme eines technischen/naturwissenschaftlichen Studiums wesentlichen Rechentechniken tritt beim Einsatz eines solchen Taschencomputers in den Hintergrund, die Fähigkeit zur Modellierung von Problemen mit Hilfe der Mathematik sollte aber laut Bildungsplan gestärkt werden und somit besser funktionieren. Die geplanten Untersuchungen hinterfragen den Einsatz von CAS und GTR und sollen Rückschlüsse für den Aufbau der Mathematikvorlesungen während des Studiums ermöglichen, ob zum Beispiel mehr händisches Rechnen geübt werden muss oder ob gar solche Rechner während des Studiums zum Einsatz kommen könnten.
Mediale Unterstützung:
Wie können Vorkurse und Vorlesungen sinnvoll medial unterstützt werden? Der sinnvolle Einsatz neuer Medien (CAS, GTR im Rahmen eines E-Learning-Konzeptes) in einem Vorkurs oder in einer Mathematikvorlesung ist ein weiteres Thema des Forschungsschwerpunktes, dessen Untersuchung zu einer effektiveren Vorbereitung der Studierenden auf das Studium sowie Begleitung während des Studiums führen soll.
Hochschullehre:
Die zentralen Fragen in diesem Bereich sind: Ist ein studiengangsspezifischer Lehrkanon für das Fach Mathematik an einer Hochschule sinnvoll? Ist hier eine zielgerichtete Anpassung, das heißt eine Themenauswahl, möglich, so dass wesentliche Fähigkeiten, die von einem Ingenieur im Fach Mathematik erwartet werden, zielgerichtet vermittelt werden können, ohne unnötigen theoretischen Ballast? Welche Fähigkeiten sollen durch die Stoffauswahl überhaupt vermittelt werden, was sind die gewünschten Kompetenzen?
Der Forschungsschwerpunkt hat das Ziel, zu einem Gesamtkonzept zwischen Vorkursen und Vorlesungen zu führen, welches ein zeitlich und inhaltlich effektives Lernen ermöglicht.
Laufende Projekte
Publikationen
Forschungsschwerpunkt Hochschuldidaktik im Fach Mathematik Jan Peter Gehrke mehr
Kontakt
Jan Peter Gehrke / Tel.: 0711/1849-781 / E-Mail: gehrke@dhbw-stuttgart.de


