Konzeption und Zielsetzung
Das Besondere des Studiengangs
Die notwendigen Kompetenzen zum Führen und Leiten sozialer Organisationen werden auf Grundlage eines zeitgemäßen, theoriebasierten und praxisorientierten Konzepts vermittelt: Dem Ansatz „Governance Sozialer Arbeit“. Damit versteht sich der Master als Alternative sowohl zu primär wirtschaftswissenschaftlichen Programmen von „Social Management“ als auch zu einem forschungsorientierten „Master of Science“.
Das Studienkonzept ist konsequent am Prinzip des dualen Studiums orientiert. Das Studium erfolgt nicht nur berufsbegleitend, sondern berufsintegriert: Sie, Ihr Anstellungsträger und die Duale Hochschule Baden-Württemberg entwickeln gemeinsam eine Perspektive für das Masterstudium, insbesondere für Studienprojekte und für die Masterthesis. So kann parallel zum Studium und zur Tätigkeit in der Praxis die individuelle Persönlichkeits- und Karriereentwicklung der Absolventen begleitet werden. Die enge Kooperation von Studierenden, Hochschule und Anstellungsträgern dokumentiert sich in einem gemeinsam vereinbarten Studienvertrag. Für diese besonders erfolgreiche Form des Studiums ist die Duale Hochschule Baden-Württemberg seit fast 40 Jahren der Experte in Deutschland.
Der Studiengang ist mit 90 ECTS-Punkten akkreditiert und eröffnet bei erfolgreichem Abschluss (Master of Arts) den Zugang zum höheren Dienst bzw. zur Promotion. Er wird gemeinsam von den DHBW-Standorten Heidenheim, Stuttgart (Federführung) und Villingen-Schwenningen verantwortet und durchgeführt.
Das inhaltliche Rahmenkonzept
Organisationen Sozialer Arbeit bewegen sich heute in einem vielfältigen Spannungsfeld:
- Die sich immer weiter ausdifferenzierenden Lebenslagen ihrer Kunden und Klienten lassen neue Bedarfe entstehen.
- Gesetzliche Vorgaben und finanzielle Mittel des Staates bestimmen in hohem Maße ihre Rahmenbedingungen.
- Zunehmend sind sie gefordert, sich an den Anforderungen des Marktes zu orientieren, nach ökonomischen Gesichtspunkten zu handeln und sich in Wettbewerbssituationen zu behaupten.
- Nicht nur von ihrer Tradition her, sondern auch mit Blick auf gesellschaftliche Akzeptanz und zeitgemäße Fachkonzepte sind sie darauf angewiesen, in sozialräumlichen Strukturen verankert zu sein, bürgerschaftliche Initiativen aufzugreifen und engagierte Freiwillige gewinnen zu können.
Führungskräfte in der Sozialen Arbeit – bei öffentlichen, frei-gemeinnützigen oder privaten Trägern in der öffentlichen Verwaltung, in Vereinen, gGmbHs, Stiftungen oder anderen Non-Profit-Organisationen – stehen vor der Aufgabe, ihre jeweilige Organisation in diesem Spannungsfeld zu positionieren und mit innovativen, passgenauen Dienst- und Unterstützungsleistungen auf einem erfolgreichen Kurs zu halten. Der Masterstudiengang „Governance Sozialer Arbeit“ vermittelt die dazu erforderlichen Kompetenzen.
Der Governance-Ansatz als ein hoch aktuelles Steuerungskonzept bietet einen angemessenen Orientierungsrahmen für den Erwerb jener analytischen, ethischen, strategischen und praktischen Kompetenzen, die Führungskräfte in der Sozialen Arbeit heute benötigen.
Der Governance-Ansatz als Rahmenkonzept der Gestaltung sozialer Organisationen
Der Masterstudiengang „Governance Sozialer Arbeit“ vermittelt seinen Absolventen Kompetenzen für die „Mikrogovernance“ sozialer Organisationen (Steuerung und Gestaltung von Organisationen im Spannungsfeld von Staat, Markt und Gesellschaft) sowie für die Einflussnahme auf politische Governanceprozesse.
Governance-Ansatz als Rahmenkonzept der Gestaltung sozialer Organisationen.
