KONZEPTION UND ZIELSETZUNG
Informatiker übertragen Vorgänge der realen Welt auf Computersysteme, indem sie Modelle von Vorgängen erstellen und diese dann in Softwaresysteme abbilden. Neben der Erstellung von mathematischen, logischen, technischen oder betriebswirtschaftlichen Modellen müssen sich Informatiker ergänzendes Fachwissen aus Medizin, digitalen Medien oder Ingenieurwissenschaften, wie Maschinenbau, Produktion, Logistik und Datenkommunikation, erarbeiten.
Informatiker benötigen daher sehr gute Fähigkeiten zur interdisziplinären Kommunikation und Kooperation. Im Bereich der Softwaretechnik beschäftigen sie sich mit dem Umsetzungsprozess von Modellen in maschinenverständliche Anweisungen. Dabei müssen auch Nebeneffekte berücksichtigt werden. Datenschutz und Datensicherheit sorgen dafür, dass Unbefugte sich nicht des Programms oder der Daten bedienen dürfen. Grafische Datenverarbeitung, als eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen Realität und Computer, ermöglicht die direkte Nutzung von Bildinformation und bietet gleichzeitig die menschengerechte Aufbereitung der Informationen in visueller Form. Die Schaffung der technischen Infrastruktur ist der dritte Arbeitsbereich eines Informatikers. So sind der Aufbau und die Funktion eines Rechnersystems sowie der sichere Betrieb von Rechnernetzwerken Schwerpunkte des Studiums. Anwendungsspezifische Programmiersprachen, Betriebssysteme und Datenbanktechnologien sind weitere Säulen.
ZIELE
- Die fundierte und kontinuierlich aktualisierte Vermittlung informatischer, informationstechnischer, betriebswirtschaftlicher und interkultureller Kompetenzen.
- Die Befähigung zur Mitgestaltung und Weiterentwicklung zukünftiger IT-Systeme und Anwendungen.
- Die theoretische und praxisintegrierte Vorbereitung auf Mitwirkung und Leitung von firmen- wie auch länderübergreifenden IT-Projekten.
- Die kontinuierliche Steigerung der Sprach- und Sozialkompetenz durch englischsprachige Vorlesungen und u.a. durch studienbegleitende Theoriephasen und Praxiseinsätze im Ausland.
PARTNERUNTERNEHMEN
Dienstleistungs- und Industriebetriebe, darunter Kleinunternehmen bis hin zu international agierenden Konzernen, die informationstechnische Systeme entwickeln und anwenden. Viele dieser Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung von unseren Studenten.
Schwerpunkt Kommunikationstechnik
Eine Vertiefung in den Bereichen Kommunikationsnetze, Kommunikationsdienste sowie Sprach- und Bildverarbeitung, bietet ab Herbst 2009 der neue Schwerpunkt Kommunikationsinformatik innerhalb der Angewandten Informatik.
Um den sich stetig wandelnden Anforderungen Rechnung zu tragen, ersetzt der aktuelle Schwerpunkt unsere bisherige Studienrichtung Netz- und Softwaretechnik in der Informationstechnik.
Besondere Anforderungen
Neigung zu naturwissenschaftlichen Fächern und Bereitschaft zur Teamarbeit, Belastbarkeit und Flexibilität.
AKTUELLE UND ZUKUNFTSORIENTIERTE AUSBILDUNG
Die Studienpläne der Angewandten Informatik werden laufend in Zusammenarbeit mit den Ausbildungsfirmen aktualisiert. Zukunftsorientierte Technologien wie Network-Engineering, objektorientierte Basistechnologien (Java, CORBA, RMI) und E-Commerce wurden frühzeitig übernommen. Kenntnisse in den Bereichen Data Warehouse, Knowledge Discovery in Databases (Data Mining), Intercultural Proficiency sind aktuell von besonderer Bedeutung.
EINSATZGEBIETE UNSERER ABSOLVENTEN
- Aufgabenanalyse und Systemauswahl
- Integration von Hardware- und Softwarekomponenten
- Entwicklung/Anpassung, Test und Qualitätssicherung
- Dokumentation, Einführung, Schulung und Vertrieb
- Anwendungsberatung und -betreuung
- Projekt-Management
