Forschungsprojekt „Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung“

Einrichtungen der Behindertenhilfe sehen sich zunehmend mit der Frage der lebensalteradäquaten Begleitung und Versorgung von Menschen mit Behinderung konfrontiert. In diesem Zusammenhang ist die Frage, wie Menschen mit geistiger Behinderung und Demenzsymptomen angemessen begleitet und betreut werden können für viele Einrichtungen der Behindertenhilfe zwar immer noch relativ neu, gleichwohl aber höchst relevant. Der Austausch unter den Einrichtungen der Behindertenhilfe zu dieser Thematik sowie der Stand wissenschaftlicher Erkenntnis sind insbesondere in Deutschland noch als eher rudimentär einzustufen. Da sich die demographische Entwicklung der Population von Menschen mit Behinderung in Deutschland deutlich von der in anderen Ländern unterscheidet, ist allerdings zu erwarten, dass international bereits mehr Erfahrungen zu diesem Thema vorliegen. Vor diesem Hintergrund entstand letztendlich die Idee, sich im Rahmen eines Forschungsprojekts ausführlich mit nationalen und internationalen Erfahrungen zu beschäftigen, um so die Herausforderungen und Möglichkeiten auszuloten, Menschen mit geistiger Behinderung und Demenzsymptomen angemessen zu begleiten. 

Das Projekt „Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung“ wird vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg (Referat 34 - Pflege und Seniorenpolitik) gefördert und von Professor Dr. Klaus Grunwald und Prof. Dr. Thomas Meyer (beide Institut für angewandte Sozialwissenschaften an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart, Fakultät Sozialwesen) in Kooperation mit Frau Christina Kuhn, MA (Demenz Support Stuttgart gGmbh) durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, auf Basis nationaler und internationaler Recherchen sowie mit Hilfe von Experteninterviews Forschungsergebnisse und Erfahrungen bezüglich der Begleitung und Betreuung von demenziell erkrankten Menschen mit geistiger Behinderung zusammenzutragen und zu diskutieren. Spezifische Lösungen müssen zudem in Abstimmung mit Einrichtungen der Behindertenhilfe entwickelt werden. Aus diesem Grund sollten mögliche Lösungswege sorgfältig auf ihre Effektivität und Praxistauglichkeit hin untersucht werden. Im Zentrum des gesamten Forschungsvorhabens steht weiterhin eine multiperspektivische Betrachtung des Themas, die die berechtigten Interessen und durchaus unterschiedlichen Sichtweisen von Politik, Einrichtung(sleitung)en, Fachkräften sowie Betroffenen bzw. ihren Angehörigen gleichermaßen berücksichtigen muss.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Instituts für angewandte Sozialwissenschaften an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. „Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung“

Erste Ergebnisse aus dem Projekt wurden am 14. Dezember 2011 auf der Fachtagung „Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung – und jetzt?“ im Gewerkschaftshaus in Stuttgart präsentiert. Projektpräsentation: „Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung – und jetzt?“ 

Kommentierte Literaturliste zum Projekt „Demenz bei Menschen mit geistiger Behinderung“ – Dezember 2011.

Geplantes Erscheinungsdatum des Abschlussberichts ist April 2012. Entsprechende Informationen werden zeitnah auf den Internetseiten der DHBW eingestellt. 

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