Wissenschaft

Aktuelle Forschungsprojekte

Zukunft der Mobilen Jugendarbeit in Stuttgart - Strategische Ausrichtung und theoretische Fundierung

Wissenschaftliche Expertise und Begleitforschung des Projekts „Zukunft der Mobilen Jugendarbeit in Stuttgart – Strategische Ausrichtung und theoretische Fundierung“. Vielfältige gesellschaftliche Entwicklungen stellen die Mobile Jugendarbeit, die in Stuttgart bereits Ende der 60er Jahre aufgebaut wurde, vor neue Herausforderungen und Fragen. Zu nennen sind beispielsweise der Ausbau der Ganztagesschule, die Debatte über den gesellschaftlichen Nutzen der Kinder- und Jugendarbeit, die Forderung nach einem Aufbau kommunaler Bildungslandschaften, die Umsetzung von Inklusion in der Schule und in den Gemeinden, aber auch Veränderungen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, etwa die zunehmende Bedeutung neuer Medien.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Meyer

Inklusionsoffensive für die Jugendarbeit

Bisherige Erfahrungen mit dem Thema „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“ zeigen, dass es Einrichtungen und MitarbeiterInnen aus diesem Bereich vor allem an Vorbildern und Beispielen aus der Praxis, an Anhaltspunkten für eine strukturierte Vorgehensweise und an einer entsprechenden Kommunikationsstrategie im Hinblick auf das Thema Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung fehlt. Weiter bedarf es fundierter Grundlagen für eine nachhaltige Arbeit und eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Themas im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit. Diesen Bedarf anzugehen, stellt das Ziel des Projekts „Inklusionsoffensive für die Jugendarbeit“ dar.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Meyer

Inklusion braucht Beteiligung. Ein Handbuch zur Planung, Durchführung und Bewertung gemeindeintegrierter Wohnformen für psychisch beeinträchtigte Menschen.

Für die Planung, Durchführung und Bewertung gemeindeintegrierter Wohnprojekte für psychisch beeinträchtigte Menschen werden in einem Handbuch praxisnahe Umsetzungsempfehlungen herausgearbeitet. Die Empfehlungen basieren auf einer Analyse der Barrieren psychisch beeinträchtigter Menschen sowie einer Betrachtung von Best-Practice-Beispiele in Rheinland-Pfalz und anderen europäischen Ländern. Insgesamt verweisen die Erkenntnisse auf die Notwendigkeit einer Beteiligung der Bürger/-innen bei der Umsetzung gemeindeintegrierter Wohnprojekte. Das Handbuch soll Kommunen und anderen Schlüsselakteuren als Handreichung dafür dienen, (Wohn-) Projekte von psychisch beeinträchtigten Menschen umzusetzen. Zur Implementierung des Handbuchs werden drei Regionalkonferenzen in Speyer, Koblenz und Mainz durchgeführt. Neben fachlichen Vorträgen werden die Teilnehmer/-innen zur aktiven Mitarbeit und Diskussion angeregt. Die Regionalkonferenzen werden dokumentiert und evaluiert.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Meyer

Kultursensible Pflege

Das von der Agentur für Arbeit finanzierte Projekt „Kultursensible Pflege“ zielt darauf ab Menschen mit vorwiegend türkischem Migrationshintergrund zu Altenpflegehelfer/innen bzw. Altenpfleger/innen auszubilden. Das Projekt ist dabei als Reaktion auf zwei gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen: Zum einen auf die aktuelle demografische Entwicklung, die eine wachsende Zahl an älteren Menschen – auch mit Migrationshintergrund- nach sich ziehen wird, zum anderen auf den akuten Fachkräftebedarf im Bereich der Altenpflege. Aus diesem Grunde soll eine Qualifizierungsmaßnahme erprobt werden, die sich speziell an Menschen mit vorwiegend türkischem Migrationshintergrund richtet. Dabei geht es auch darum, das Berufsbild der Altenpflege für diese Personengruppe attraktiv zu machen. Die Besonderheit des Projekts ist jedoch vor allem die Begleitung der Maßnahmeteilnehmer/innen durch spezielle Fachkräfte mit ebenfalls türkischem Migrationshintergrund. Die Qualifizierung der Teilnehmer/innen basiert dabei auf einem triadischen System, das den Unterricht in beruflichen Schulen, die praktische Ausbildung in Altenpflegeheimen und die sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmer/innen durch qualifiziertes Fachpersonal der Türkischen Gemeinde Baden-Württemberg umfasst. Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung durch IfaS ist die systematische Evaluation dieser sozialpädagogischen Begleitung und Unterstützung während der Qualifizierungsmaßnahme.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Meyer

Sonnenkinder - Gesund und geborgen Aufwachsen in Stuttgart

Das Projekt im Rahmen der Frühen Hilfen zielt auf die Gewährleistung einer passenden frühzeitigen Unterstützungsstruktur für Mütter und deren neugeborene Kinder in Stuttgart. Für die Sicherstellung einer adäquaten Unterstützungsstruktur werden folgende Rahmenziele umgesetzt: Entwicklung von effizienten Formen der Frühen Hilfen für Eltern mit Unterstützungsbedarf, Fortbildungsangebote und fallbezogenes Coaching von Mitarbeiter/-innen des Gesundheitswesens durch Projektbeteiligte zur Sensibilisierung für die Belange von Eltern und Kindern, nachhaltige Vernetzung zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe, Gewinnung, Auswahl, Qualifizierung und Begleitung von ehrenamtlich Tätigen sowie Entwicklung eines multiprofessionellen Konzepts der frühen Hilfen. Das Projekt wird durch IfaS kontinuierlich evaluiert und wissenschaftlich begleitet.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Meyer

Neue Bausteine in der Eingliederungshilfe 2:

Baustein 1.7: Wissenschaftliche Begleitevaluation des Projekts „Inklusion in Freizeitangebote und Wegweiser Freizeitangebote“ im Alb-Donau-Kreis. Leitziele des Projekts sind die Erschließung und der Aufbau von inklusiven Freizeitmöglichkeiten sowie die Netzwerkbildung zwischen verschiedenen Akteuren mit dem Anliegen, (neue) Freizeitmöglichkeiten dauerhaft zu implementieren. Die inklusiven Freizeitmöglichkeiten sollen in einem Freizeitführer für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und deren Eltern zusammengestellt werden.

Baustein 1.8: Wissenschaftliche Begleitevaluation der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung im Neckar-Odenwald-Kreis. Es werden integrative Freizeitangebote im Rahmen des Sommerferienprogramms 2011 der Stadt Mosbach, inklusive Angebote des Jugendhauses Mosbach und ein Gruppenangebot der im Jahr 2012 geplanten Stadtranderholung für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung evaluiert. Ziele des Projekts sind die dauerhafte Implementierung von inklusiven Angebotsstrukturen, Netzwerkbildung und die Verbesserung der Akzeptanz von Menschen mit Behinderung in der Bevölkerung.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Meyer